Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne. Das Leben nach der großen Liebe – Alexa von Heyden.

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Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne. Das Leben nach der großen Liebe von Alexa von Heyden
348 Seiten, Belletristik
erschienen am 13. Oktober 2014

Inhalt: Mit Mitte dreißig steht Sunny vor den Trümmern ihrer großen Liebe. Während um sie herum alle an Heirat denken, trennen sie und ihr Freund Magnus sich nach zwölfjähriger Beziehung. Sunny muss aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen und rekapituliert beim Kistenpacken die Beziehung. Wie konnte es so weit kommen? Und vor allem: Wie soll es weitergehen? Anstatt zu verzweifeln, nimmt die junge Frau ihr Leben in die Hand und macht sich auf die Suche nach dem Glück – ob mit oder ohne Magnus. Ein kluges, mitreißendes Buch über die Liebe und den Mut, ehrlich zu sich selbst zu sein.

Meinung: In „Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne.“ begleiten wir Sunny dabei, wie sie sich durch die Scherben ihrer Beziehung wühlt und versucht, strauchelnd irgendwie auf eigenen Beinen stehen zu lernen. Sunny war auch schon die Protagonistin in Alexa von Heydens Erstling „Hinter dem Blau“. Die Bücher können aber gut und gerne unabhängig von einander gelesen werden. Ich zumindest habe mit diesem Buch begonnen und mir hat kein Wissen aus dem Vorgänger gefehlt. Vielleicht liegt das daran, dass von Heyden in „Hinter dem Blau“ über den Selbstmord ihres Vaters, sie war damals noch ein Kind, und dessen Aufarbeitung schreibt, während es in „Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne.“ um die Trennung von ihrem langjährigen Partner geht. Es ist von Heydens Biographie und auch gegebenen Interviews deutlich zu entnehmen, dass ganz viel von ihr selbst in Sunny steckt. Durch das Schaffen eines leicht abgewandelten Alter Egos hat von Heyden vermutlich versucht, ein wenig Distanz zu ihrer eigenen Geschichte wahren zu können. Nicht immer gelingt ihr das, aber ich finde das nicht schlimm. Sunny ist vielleicht kein überaus komplexer Charakter, keiner, der von einer Aura des Sagenumwobenen umhüllt wird, aber ich mag das. Ich kann mich in Sunny hineindenken, auch wenn ich ein paar Jahre jünger bin und nicht am Ende einer langen Beziehung stehe.

Wir gehen mit Sunny dort hin, wo es weh tut. Wir sehen ihr Leid, ihr Zaudern, ihr Straucheln. Wir hassen mit ihr ihren Job, wir wollen keine neue Wohnung mit ihr finden, wir wollen, dass ihr Jetzt-Ex-Freund Magnus aus seinem Trennungsurlaub zurückkommt, sagt, dass alles wieder gut wird und sich zu ihr aufs Sofa legt, um mit ihr die gemeinsame Lieblingsserie zu gucken. Wir wollen, dass Sunny das bekommt, was sie sich wünscht. Und machen mit ihr eine überraschende Reise durch: Eine, auf der sie reflektiert, was sie will. Ja, irgendwie will sie Magnus wieder – aber wenn sie ehrlich ist, dann zweifelt auch sie daran, ob das zwischen ihnen jemals wieder gut werden könnte. Gemeinsam nehmen wir mit Sunny in ihrem Zweifel Anlauf und setzen zum Sprung in einen neuen Lebensabschnitt an: Job, Arbeit, Liebe. Alles gerät in Bewegung. Ich mag vor allem auch den jungen Cafébesitzer Ferdinand, der unvermittelt in ihr Leben tritt – und das, obwohl er eigentlich schon länger da war. Sunny ist hin- und hergerissen zwischen altem Leben & alten Träumen und einer ungewissen, aber aufregenden Zukunft. Kennen wir das nicht alle ein bisschen?

Ich mag „Meine Sonne. Mein Mond. Meine Sterne.“ wirklich sehr gerne. Einzig und allein ein besseres Lektorat hätte ich von Heydens zweitem Roman gewünscht, es haben sich einige Fehler in die Erstauflage eingeschlichen. An manchen Sätzen hätte man zudem noch ein wenig feilen können, um sie runder zu machen. Trotzdem solltet ihr dieses Buch lesen, wirklich.

Herzlichen Dank an eden Books für das Lesexemplar.
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