10 Fragen.

Ich wurde von Sinah getaggt, die überlebensKUNST ihre Blogheimat nennt. 10 Fragen hat sie mir gestellt, die ich beantwortet habe. Ich selbst werde niemanden taggen, aber wer möchte, ist herzlich dazu eingeladen, die gleichen zehn Fragen auf ihrem*seinen Blog ebenfalls zu beantworten und mir das in den Kommentaren zu verlinken!

1. Wie hast du dir, als du klein warst, deine Zukunft immer vorgestellt? Als ich klein (sagen wir: zum Ende der Grundschule hin) war, habe ich mir immer vorgestellt, ich würde eines Tages eine gut verdienende Autorin sein, die in einer Altbauvilla wohnt, vielleicht irgendwann Mann und Kinder hat, aber vor allem in ihrer Arbeit aufgeht. Studieren wollte ich schon immer, das hat stets zu meinem Lebensplan gehört, genau wie Abitur machen. Ich habe mich stets in einer Großstadt gesehen, Hamburg, Berlin, Köln. Als eine Person, die im öffentlichen Leben von Bedeutung ist und das kulturelle Geschehen mitgestaltet. Irgendwie ganz schön verrückt, wie sich Zukunftsvisionen ändern…
2. Welche Haarfarbe wolltest du schon immer haben, hast dich aber noch nie getraut sie an dir auszuprobieren? Mhm, hellblond habe ich, abgesehen von Strähnchen in meiner aschblonden Naturhaarfarbe vor fast zehn Jahren, noch nie ausprobiert. Vermutlich würde es mich auch komplett entstellen, aber eine Restneugier bleibt.
3. Was war deine, deiner Meinung nach, schlimmste oder peinlichste Jugendsünde? Hellblonde Foliensträhnchen und glitzernde, goldene Leggings.
4. Mit welcher menschlichen Eigenschaft kannst du am wenigsten umgehen? Mit Menschen, die nicht danke sagen, in der Öffentlichkeit so laut sind, dass man stets die allgemeine (und nicht gerade positive) Aufmerksamkeit auf sich zieht, mit Achtlosigkeit (gegenüber Mitmenschen, Tieren, Ressourcen…) durchs Leben trampeln. Und natürlich: Verlogenheit.
5. Wenn du die Chance hättest eine Reise, ganz für dich allein, zu machen, um abzuschalten und zu dir selbst zu finden. Wohin würde diese Reise gehen? Nach Island, die Einsamkeit und Schönheit des Landes erkunden und genießen. (Aber wenn ich ehrlich bin: Ich würde das immer lieber zu zweit tun!) Ansonsten will ich schon immer mal gerne Urlaub auf Hiddensee machen.
6. Was glaubst du, war das schönste Geschenk, das du je bekommen hast? Ich freue mich am Meisten über persönliche Geschenke: Eine Fotocollage von meinen besten Freundinnen, die Dokumentenmappe, die mein Onkel selbst zum Abitur bekam und dann mir überließ, das Geldmäppchen, das meine Oma während ihrer ersten Anstellung nutzte und das nun mir gehört. Diese Dinge erzählen Geschichten: Die Fotos von gemeinsamen Erlebnissen, die persönlichen Gegenstände von gelebten Leben, die in irgendeiner Verbindung zu dem meinen stehen.
7. Welcher Gedanke beruhigt dich immer, wenn du des nachts im Bett liegst und Sorgen hast? Ich bin mit einem ziemlich tiefen und problemlosen Nachtschlaf gesegnet, aber in den seltenen Nächten, in denen ich wirklich etwas um den Schlaf zu kämpfen habe, vertreibe ich etwaige Sorgen und Ängste damit, dass es immer jemanden gibt, der mich auffangen sollte, falls es wirklich mal völlig schiefläuft. Das ist ein guter Gedanke, einer, der einen zusammenhält.
8. Es ist Thanks Giving. Alle sitzen um einen voll gedeckten Tisch und einer nach dem anderen sagt wofür er dankbar ist. Was sagst du, wenn du an der Reihe bist? „Ich bin dankbar dafür, dass ich von Menschen umgeben bin, die mich lieben und die ich liebe. Ich bin dankbar dafür, dass ich keine Entbehrungen durchstehen muss, von allem mindestens genug habe. Ich bin dankbar dafür, dass ich Zugang zu Bildung und Kultur habe, eine Perspektive. Ich bin dankbar dafür, in einer Demokratie zu leben. Ich bin für so vieles dankbar und hoffe, dass mir all diese Privilegien erhalten bleiben.“
9. Wenn jemand ein Buch über dein Leben schreiben würde. Wäre es dann ein Buch, das dich interessieren und das du spannend finden würdest? Definitiv. (Und: Dieses Buch würde ich gerne eines Tages selbst schreiben, über das Arbeiten mit Kindern, Eltern und Kolleg*innen in einer (mehr oder minder…) fiktiven Kita!)
10. Wenn du die Chance hättest 5 Minuten mit deinem 10 Jahre alten Ich zu reden: Was würdest du ihr sagen? „Ich möchte, dass du weißt, dass du alles schaffen kannst. Die nächsten zehn Jahre werden nicht einfach, da werden ganz schön komplizierte Angelegenheiten auf dich zukommen. Manches Mal wirst du völlig erschöpft und überfordert auf dem Badezimmerfußboden sitzen und irgendwo kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehen. Manches Mal wirst du lange Strecken zurückgehen müssen, weil du festgestellt hast, dass der nun schon für eine Weile gegangene Weg in eine Sackgasse geführt hast. Andere Dinge wirst du einfach aussitzen und durchstehen müssen, die Schule etwa. Du packst das, auch wenn du manchmal aufwachst und kaum das Bett verlassen können wirst. Das ist okay. Mach dich deswegen nicht selbst fertig – und glaub mir: Du bist mit diesen Gedanken nicht alleine. In zehn Jahren wirst du vor allem eines sein: Glücklich. Du hast tolle Freunde und Eltern, die dich in deinen Entscheidungen unterstützen, auch wenn sie manchmal auf den ersten Blick wenig rational zu sein scheinen. Du lebst in einer gemütlichen Stadt in einem putzigen WG-Zimmer und bist auch dort selten alleine und unzufrieden. Du wirst so ziemlich alles, was machbar war, aus dir herausgeholt haben. Und, ach ja: Du wirst irgendwann mal studierte Erzieherin. Hihi.“

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