Die Karten auf den Tisch legen.

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Sich von alten Träumen verabschieden und neue willkommen heißen. Sortieren und verwüsten, vor und zurück. Einen Ohrensessel anschaffen und, als müsste man das neutralisieren, gleich noch ein Mohrrübenstofftier adoptieren. Darüber nachdenken, einen Hund anzuschaffen, bald, wenn man geklärt hat, wo man im Oktober aufwachen wird. Dinge aufschieben, Fristen hinauszögern, Bücher für vier Hausarbeiten ausleihen, Freunde einladen – mit Briefpapiereinladungen und Speisekarten mit W-LAN-Schlüssel, mit Pauken und Trompeten. 48 Stunden Dauerregen, vollgelaufene Keller, gesperrte Autobahnen, frieren, die Heizung höher drehen, frieren, zwei Paar Socken anziehen, frieren, resignieren. Den Geruch „Frisch“ feiern: frisch gewaschene Wäsche, frisch gebackenes Knoblauchbrot, frisch gewaschene Haare, frische Hoffnung. Dreimal ungläubig „Bielefeld“ murmeln, sich dann auf Tatsachen, das Ist, das Hier und Jetzt besinnen. Weiter machen. Die Karten auf den Tisch legen – aber sortieren soll sie dann gefälligst wer anders.

Dort hingehen, wo es weh tut; manchmal wünschte man, das sei einfach nur ein Ort.

Bild via On a meadow, lea.

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