Genial vegan.

Auch heute möchte ich euch gerne wieder ein paar Kochbücher vorstellen, die Einzug in mein Kochbuchregal gehalten haben.

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1. Vegan genial – aufregend anders kochen von Josita Hartanto
Inhalt: Die Spitzenköchin Josita Hartanto möchte in ihrem ersten Kochbuch nicht Omas alte Rezepte in veganisierter Form oder die 999. vegane Bolognese beschreiben – sie möchte eine neue Küche schaffen! Dabei sollen alle Rezepte möglichst mit jedem Fähigkeits- und Fertigkeitsniveau kochbar sein und dem engagierten Hobbykoch genauso viel Freude bereiten wie dem Kochanfänger. Auch das Auskommen ohne spezielle Zutaten, die man erstmal aus speziellen veganen Online-Shops bestellen muss, ist ihr dabei wichtig. Aus einfachen Zutaten raffinierte Gerichte zaubern, darum geht es ihr.
Meinung: Schon beim Vorwort hatte Josita Hartano mich: Sie betont, wie wichtig Übersicht und Ordnung ist. Wer mich kennt, der weiß: Ich liebe Übersichtlichkeit und Organisation. Hartanto ist gelernte Köchin und beschloss, nachdem sie aufmerksam auf die grauenvollen Tierhaltungsbedingungen geworden war, beim Kochen auf tierische Produkte zu verzichten – so wurde Hartanto Küchenchefin eines der ersten veganen Restaurants in Berlin. Mittlerweile leitet sie ein eigenes veganes Restaurant und hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht das Kochbuch ihrer Oma zu veganisieren oder die 999ste vegane Bolognese vorzustellen, sondern eine neue und innovative vegane Küche zu schaffen. Auch ist es Hartanto wichtig, leicht erhältliche Zutaten zu verwenden, um jedem das Nachkochen und -backen ihrer Rezepte zu ermöglichen. Auf das Vorwort folgt ein Glossar, in dem Produkte wie Agar-Agar, Cous Cous oder Polenta vorgestellt werden – Zutaten, mit denen einige vielleicht noch nicht in Berührung gekommen sind, wenn sie bisher nicht vegan gelebt haben und allgemein eher mit gängigeren Zutaten gekocht haben. Ebenso stellt Hartanto die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für eine Küche vor: Von guten Messern über Teigschaber bis hin zu einem Spritzbeutel ist alles dabei. Wer gerne kocht, wird diese Gegenstände aber vermutlich sowieso schon in seinen Küchenschränken liegen haben. Auch Tipps zur Bevorratung werden vorgestellt – Speisestärke, Kichererbsenmehl, verschiedene Öle, Pasta und Reis, Backpulver…
Dann geht es auch schon mit den Rezepten los, die in meinen Augen besonders übersichtlich vorgestellt werden, da es neben einem vorangestellten Inhaltsverzeichnis werden auf den einzelnen Kategorieseiten erneut alle Rezepte, inklusive Seitenzahl, aufgelistet. Die Rezepte stammen aus verschiedenen internationalen Küchen – vom Gazpacho über russischen Borschtsch bis hin zum Miso-Gurkensalat ist alles dabei. Jedes Rezept ist mit einem hochwertigen Foto illustriert und auch das Rezept ist sehr übersichtlich aufbereitet: Müssen mehrere Schritte absolviert werden, um ein Gericht herzustellen, dann werden diese übersichtlich von einander getrennt.
Die Rezeptkategorien: Suppen & Vorspeisen, Hauptgerichte, Snacks & kleine Sattmacher sowie Desserts. Viele Rezepte habe ich so noch nirgendwo gelesen – etwa die knusprige Erdbeerlasagne oder warmer Pumpernickelsalat -, andere gehen in die Richtung Kochklassiker, sind aber durch eine besondere Eigenheit aufgewertet worden, etwa die Gemüsesuppe mit Kokosmilch und Aprikosen-Wan Tans.
In meinen Augen ein sehr gelungenes Kochbuch, das den Ansprüchen der Autorin an sich selbst gerecht wird: Eine neue Küche zu schaffen, nicht auf den alten, oftmals doch recht konservativen Kochbuchpfaden zu wandeln, mit einfachen Zutaten etwas Großartiges zuzubereiten. Ich freue mich schon sehr, mit den Rezepten zu arbeiten und werde unter anderem die Koriander-Walnuss-Frikadellen sehr bald bei einem Geburtstagsbuffet auftischen.

Eine andere lesenswerte Rezension zum Kochbuch findet ihr auch bei Lena von A Very Vegan Life.

2. Vegan Grillen von Kristina Unterweger
Inhalt: Leckere Rezepte für Spieße, gefülltes Gemüse, Burger, Chutneys, Saucen, knuspriges Brot und zahlreiche Marinaden zeigen, dass man gesund, laktosefrei und ohne tierische Produkten wahres Grillvergnügen genießen kann! Alle tierischen Lebensmittel (z.B.: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Honig…) werden vom Grill verbannt und durch rein pflanzliche Produkte ersetzt. Gesundheitsbewusste, diätätische, ethische und umweltschutztechnische Aspekte sprechen mehr als deutlich für diese Form der Ernährung – nicht nur zum Wohle des einzelnen Menschen! Dieses Grillbuch soll Neu-VeganerInnen neugierig machen, inspirieren und bestärken, sich auf diese Art des Grillend einzulassen und neue Wege zu beschreiten. VeganerInnen der ersten Stunde werden ihre Grillkünste durch köstliche Rezepte und besondere Variationen erweitern und bereichern.
Meinung: „Vegan grillen“ ist übersichtlich gegliedert, für Grilleinsteiger (sowohl solche, die allgemein noch nie grillt haben oder speziell noch nie vegan gegrillt haben) bestens geeignet und zudem auch noch ein echtes Schnäppchen. Auf einige allgemeine Grilltipps folgen verschiedene Rezeptkategorien: Chutneys & Saucen, Hauptspeisen und Beilagen. Zwar gibt es bei den Hauptgang-Rezepten einige, die mit Tofu arbeiten, aber die meisten Rezepte kommen mit frischem Gemüse aus (Zucchni mit Kürbispüree, Avocados mit fruchtiger Ananasfüllung, Gemüsezwiebeln in Weißwein mariniert mit Pilzreisfüllung). Besonders freue ich mich darauf, die Rezepte für Stockbrot und Rosmarin-Fladenbrot sowie wohlklingende Aufstriche ala Limetten-Pfeffer-Aufstrich auszuprobieren. Die meisten Rezepte kommen nicht nur ohne oder mit sehr wenigen Ersatzprodukte aus, sondern auch mit relativ erschwinglichen Zutaten. Viele der Rezepte können auch gut ganzjährig, abseits der Grillsaison, in der Küche zubereitet werden.
Kaufempfehlung für alle, die mal ins vegane Grillen reinschnuppern wollen und dafür ein Kochbuch haben möchten, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Vielen Dank an den NeunZehn-Verlag für das kosten- und bedingungslose Zurverfügungstellen von Rezensionsexemplaren!

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