Hallo zweites Semester,

das mit uns, das wird ziemlich stressig, sehr intensiv und manchmal vermutlich auch zum Haareraufen. Wir beide werden vom 8. April bis zum 15. Juli vermutlich mehr Zeit miteinander verbringen, als gut für uns ist. Vermutlich werde ich dich verfluchen, verwünschen und zur Schnecke machen. Das tut mir leid, denn ich weiß: Eigentlich willst du nur das Beste für mich. Du willst vor allem etwas für mich, das ich mir selbst sehnlichst wünsche – Klarheit. Deswegen hast du mir zwar einen extrem vollen Stundenplan (sehr viel Geschlechterforschung, einen mittelgroßen Haufen Kulturanthropologie/Europöische Ethnologie, ein wenig Deutsche Philologie und ein Modul Erziehungswissenschaften, sowie ein Seminar Geschichte) vorgesetzt, aber eben auch einen sehr, sehr interessanten.

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„Gender konsequent“, „Wissen, Macht, Subjekt: queer-theoretische Anschlüsse an Michel Foucault“, „Einführung in die Soziologie der Geschlechterverhältnisse“, „Hochzeiten und Heiraten“, „Ausgewählte Probleme aus Sport und Erziehung“,
„Formen des Protests“, „Erinnerungen an die DDR“, „Einführung in die kulturwissenschaftliche Migrationsforschung“
„Religion und Populärkultur“, „Neue Sachlichkeit“, „Literatur und Wissen“
„Einführung in die Erziehungswissenschaft“; „Grundfragen und Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft – „Erziehung“ und „Bildung“ (im Fernsehen)“
„Geschichte der Ernährung im 20. Jahrhundert“

Was ich dann wirklich dauerhaft besuche und worin ich Prüfungsleistungen erbringen werde, wird sich wohl in den ersten Wochen herauskristallisieren.

Natürlich: Da sind wieder diese Vorsätze. Regelmäßig und gut vorbereitet zu den Veranstaltungen gehen. Nachbereitung am Wochenende. Weniger Serien, weniger Internet, mehr lesen und Weiterbildung. Rechtzeitiges Beginnen mit dem Erstellen von Prüfungsleistungen. Der übliche Quatsch, den man in der Theorie ganz super und leicht umsetzbar findet und dann drei Monate lang vergisst, bis einem am Ende des Semesters einfällt: ‚Da war doch noch was! (…) Na gut, dann halt nächstes Semester.“ Und so weiter.

Ich bin gespannt. Ob zum nächsten Semester mehr passt, als im vergangenen. Ob ich mich besser einfinden und einfügen kann. Ob mehr Veranstaltungen von der ersten Minuten an Spaß machen. Nach langem Hin- und Herüberlegen werde ich mich wohl im Sommer als zweites Fach, neben Geschlechterforschung, doch für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie bewerben, da ich festgestellt habe, dass American Studies doch nicht so recht passen will, nicht so gut mit etwaigen Masterplänen harmoniert und überhaupt auf Dauer vermutlich auch nicht das richtige wäre. Vermutlich werde ich mich im Sommer auch noch an einer Hand voll anderer Unis bewerben, da der Fall eintreten könnte, dass ich für Kulturanthropologie eine Absage erhalte und dann in Göttingen Philosophie zu Ende studieren müsste, was ich nicht möchte. Ich denke, ich werde mich noch in Bochum, Oldenburg und zwei weiteren Städten bewerben – für Gender Studies, Erziehungswissenschaften, Medienwissenschaften und Literaturwissenschaften in variierenden Kombinationen – und dann mal sehen, was sich ergibt. Dinge auf mich zu kommen zu lassen ist nicht gerade meine Stärke – aber ich lerne es, langsam, aber sicher.

Ich hoffe, du meinst es gut mit mir, Sommersemster 2013!

(Bild via On a meadow, lea.)

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2 Comments

  1. Bei mir beginnt Montag das SECHSTE Semester. Sechs Semester Soziale Arbeit, das heißt: zahlreiche Prüfungsleistungen. Unzufriedenheit, weil der Theorie-Praxis-Transfer selten bis gar nicht funktioniert hat bisher. Aber ich arbeite immer wieder nebenbei – in der Praxis, die ich im Studium nicht bekomme. Und das hält mich davon ab, das Studium abzubrechen. Dadurch erkenne ich in allem Universitären noch einen Sinn, durch das Bewusstsein, dass ich diesen Aktivitäten bald jeden Tag nachgehen kann. Es sind nur noch 4 Module abzuleisten. Ich habe spannende Seminare bekommen, alle meine Erstwünsche. Vorurteile und Diskriminierung bei zwei Profs (einer Soziologe, einer Psychologe), Soziale Arbeit aus der Gender-Perspektive, Fotografie in der Sozialen Arbeit, Interkulturelle Kompetenz, Bildungsarbeit in Theorie und Praxis (bei einem Politikwissenschaftler). Ich freue mich auf das Sommersemester. Achterbahnfahrten waren bisher eine BWL-Klausur, die ich im 3. Semester hätte schreiben müssen und bis ans Ende vom 4. Semester vor mir her geschoben habe, bis ich sie dann mit 4.0 bestanden hatte im Juli 2012. Und Sozialrecht, eine Prüfungsleistung (Klausur), die ich schon ein Mal verhauen habe (5.0, nicht bestanden). Das war auch in diesem verflixten 3. Semester. Ich habe noch zwei Versuche. Aber nicht den Arsch, das Ding anzupacken. Aber Ziel ist es, wenn das Sommersemester vorbei ist, dieses dunkle Kapital auch endlich abgeschlossen zu haben. Danach kommt dann im 7. Semester noch die Thesis.

    Nebenbei verfolge ich fleißig meine Jahresziele (die ich mir nach deinem Vorbild überlegt habe), d.h. ich bin auf der Suche nach einem Hobby, das nicht mit Politik oder unentgeltlicher Arbeit (anders bezeichnet als „Ehrenamt“) zu tun hat.

    Ich habe heute eine Wahlvorschlagsliste abgegeben, um zu bewirken, dass, falls ich erfolgreich sein werde bei den Gremienwahlen im April, sich erstmals eine Grüne Hochschulgruppe an unserer FH gründen wird.

    Und momentan warten noch zwei Hausarbeiten darauf, dass sie fertig werden. Es waren langweilige Seminare. Eigentlich schreibe ich ja gerne, wenn es spannende Themen sind. Aber das eine Testat ist ein Konzept, was geschrieben werden muss (12 Seiten, 9 davon aber schon fertig), das andere ist ein Forschungsbericht über ein erfolgloses Praxisforschungsprojekt, was aber so dargestellt werden soll, als wäre es der Renner gewesen. Ich habe ja noch 10 Tage Zeit. Jetzt ist erst mal Wochenende.

    Viel Erfolg weiterhin bei deinem Studium, vor allem aber Spaß!

  2. Medienwissenschaften kann ich dir nur empfehlen. Ich studiere das in Köln und es ist super interessant. Mein zweites Fach Romanistik gefällt mir aber auch nicht und mein stundenplan sieht jetzt in etwa auch so aus wie deiner, denn auf der suche nach einer alternative findet man ja viele interessant Sachen 😉 Ich wünsche dir viel Glück, dass ein richtiges Fach für dich dabei ist und dass das mit den Bewerbungen klappt !

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