Flashback.

Abgeguckt bei Anika.

Vorherrschendes Gefühl für 2013?
Erwartungsfrohe Aufregung. Ich werde meine Studienfächer wechseln, umziehen, im Mai nach Schottland und Island reisen, vermutlich drei Festivals besuchen, vielleicht ein Praktikum in einem Frauenhaus machen, mich wieder mehr politisch einbringen, mehr schreiben. Das wird ein gutes Jahr, vor allem, sobald dieser kalte und lähmende und zum Grübeln einladende Winter endlich, endlich vorbei ist.

2012 zum ersten Mal getan?
Mit einem Rucksack und einem Zelt durch ein fremdes Land gewandert und getrampt. (Überhaupt: Zum ersten Mal getrampt.) Zu Hause ausgezogen. In einem Hörsaal gesessen. Auf einem Festival im Schlamm getanzt. „Ich bin bisexuell“ gesagt. Auf Lohnsteuerkarte gearbeitet. Im Pyjama zu einer Mädchen-Pyjamaparty gefahren. Ein Drei-Gänge-Menü für Freundinnen gekocht. Eine Nacht durchgemacht und mit dem ersten Bus nach Hause, wenn auch nicht in meins.

2012 (nach langer Zeit) wieder getan?
Ein Thema gefunden, für das ich brenne. Mich gefragt, womit ich die nächsten Jahre verbringen werde, nachdem klar war, dass es nicht Philosophie und Politikwissenschaft sein würde. Freundschaften aufgebaut und gepflegt.

2012 leider gar nicht getan?
Zu wenig gelesen und geschrieben. Das Tattoo immer wieder aufgeschoben. Sport gemacht. Stricken gelernt. Ein paar Menschen wiedergesehen, die ich gerne wiedergesehen hätte.2012 glücklicherweise gar nicht getan?
Durchgedreht, obwohl ich zum Jahresende manchmal kurz davor stand.

Wort des Jahres?
Erkenntnis.

Zugenommen oder abgenommen?
Noch ein bisschen mehr ab und dann wieder ein wenig zu.

Stadt des Jahres?
Göttingen.

Alkoholexzesse?
Haha.

Haare länger oder kürzer?
Länger, aber für meinen Geschmack immer noch zu kurz.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Augen ein wenig kurzsichtiger, mental ein ganzes Stück weitsichtiger. Der Spätherbst und der einsetzende Winter haben mir eine Menge beigebracht.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Möbel gekauft und zwei Applegeräte, während des Umzugs viel Geld für Benzin in den Tank gesteckt. Reisekosten. Festivaltickets. Die ersten Mieten. Studiengebühren. Dafür aber auch gearbeitet, immer wieder, in drei verschiedenen Jobs.

Höchste Handyrechnung?
80 Euro, im Norwegenmonat. Weil es so ganz ohne Zivilisationsgadget dann irgendwie doch nicht gegangen ist. („Kannst Du mal schauen, wie das Wetter im Süden ist? Und in Dänemark, übermorgen?“ „Wieso?“ „Mach einfach.“)

Verliebt?
Ach.

Getränk des Jahres?
Schwarzer Tee, weil er plötzlich irgendwie doch schmeckt und man fast fürchtet, dass das dieses „Erwachsen“ sein könnte.

Essen des Jahres?
Alles mit Kürbis. Und immer noch, seit über einem Jahr, vegan.

Am häufigsten angerufen?
Meine Mutter, die selten guten Empfang hat, meinen redseligen Norwegenbegleiter, die wunderbare, krisengebeutelte Anna.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinem Freundeskreis und meinen Eltern.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Mir selbst. Und war auch verdammt richtig so.

Musik des Jahres?
The National. Florence + The Machine. Boy. Bon Iver. Lana Del Ray. Adele. Sigur Rós. Und ein bisschen irgendwie auch „Call me maybe“.

Buch des Jahres?
„Zwei an einem Tag“ von David Nicholls – schon wieder. Dieses Mal im englischen Original, dieses Mal als literarische Reisebegleitung in Norwegen.

Konzert(e) des Jahres?
Florence + The Machine auf dem Hurricane. Allgemein: Hurricane, Appletree Garden Festival, Berlin Festival.

TV-Serie des Jahres?
Vermutlich sollte mir das nun ein wenig peinlich sein, aber: Vampire Diaries.

Erkenntnis des Jahres?
Vielleicht sind es gerade die Umwege im Leben, die einen am Weitesten bringen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Zweifel und „Was will ich hier eigentlich?“-Momente, „Ich bin so, so, so dumm“-Gedanken und in manchen zu viel Verantwortung zu übernehmen, weil ich einfach nicht anders kann.

Schönste/s Ereignis/se?
Norwegen. Unizusage. WG-Zusage. Festivals. 2012 war gut, auch wenn das Jahresende emotional den Gesamteindruck ein wenig runtergezogen hat. Was einem ansonsten famosen Jahr absolut Unrecht tut.

2012 mit einem Wort?
Achterbahnfahrt.

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