Erste Eindrücke zu … „Revolution“.

„Revolution“ ist eine dieser Serien, auf die ich mich monatelang gefreut habe. Ich habe – irgendwann im Frühsommer, glaube ich – gelesen, dass J. J. Abrams an diesem neuen Projekt arbeiten würde und die Grundhandlung ziemlich gigantisch sein würde: Ein Stromausfall. Niemals endend. Seit 15 Jahren. Mir liefen kalte Schauer den Rücken herunter, nicht zuletzt auch, weil ich gerade erst „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen hatte. (Eine Rezension zu dem Buch folgt noch, es sei an dieser Stelle aber bereits gesagt, dass es für mich eines der beeindruckendsten Bücher dieses Lesejahres war!) Als dann auch noch durchsickerte, dass Elizabeth Mitchell eine Rolle in „Revolution“ übernehmen würde, war ich beseelt. (Ich bin zwar nach dem Piloten nicht ganz sicher, wie viel wir so von ihr zu sehen bekommen, hoffe aber einfach mal das Beste!) Auch der erste Trailer (siehe unten) hat meine Vorfreude geschürt und da ich so ziemlich von allem, was J. J. Abrams anpackt, schier begeistert bin, war „Revolution“ quasi DAS Must-See meines Herbstes.

Und, was soll ich sagen: Die Pilot-Folge hat mir schon sehr, sehr gut gefallen. Warum, das erfahrt ihr nach einer kurzen Zusammenfassung des Plots:

Revolution takes place in a post-apocalyptic future. Fifteen years earlier, an unknown phenomenon disabled all advanced technology on the planet, ranging from computers and electronics to car engines, jet engines, and batteries. People were forced to adapt to a world without technology, and due to the collapse of public order, many areas are ruled by warlords and militias. The series focuses on the Matheson family, who possess an item that is the key to not only finding out what happened fifteen years ago, but also a possible way to reverse its effects. However, they must elude various enemy groups who want to possess that power for themselves.

Die Mathesons stehen, wie gesagt, im Fokus der Serie. Da sind zum einen die Eltern Ben und Rachel (mit denen es das Schicksal beziehungsweise die Autoren irgendwie nicht so gut meinen…), deren Kinder Charlie und Danny, sowie ihr Onkel Miles. Ansonsten spielen im Piloten Maggie (eine Ärztin, die ein wenig an Juliet aus Lost erinnert), Nate (ein sehr attraktiver junger Mann, der plötzlich einfach auftaucht und Charlies Interesse weckt) und Aaron (ein pummeliger Ex-Google-Mitarbeiter) entscheidende Rollen. Am Rande tauchen im Piloten auch einige düstere Charaktere, die in Verbindung mit der Miliz stehen, sowie eine schwarze Frau, die Danny bei sich versteckt, auf.

Vielleicht hat „Revolution“ mich von der ersten Minute so sehr gepackt, weil ich überall Lost-Anspielungen und -Parallelen entdecken konnte. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur ein bisschen paranoid und sehe Zusammenhänge, wo faktisch gar keine sind… Aber sein wir mal ehrlich: Durch den Strom-Ausfall sieht man unter anderem auch ein Flugzeug abstürzen. In ein anderes Flugzeug schaut eine Gruppe herein und ruht sich dort aus. Diese Gruppe erinnert stark an die Gruppen, die sich bei Lost kurz nach dem Flugzeug-Absturz immer wieder formiert haben, um gemeinsam auf Insel-Erkundungen zu gehen, hier nur mit dem Unterschied, dass die Gruppe nicht ganz so willkürlich ist (die drei kennen sich schon länger). Auch bei dieser Gruppe gibt es Gerangel darum, wer denn nun befugt ist, mit auf die Tour zu gehen („I don’t want you to come!“), einer ist der Depp vom Dienst und dabei total hinreißend (er war mal ein hohes Tier bei Google, aber das ist ja nun nichts mehr wert…). Ein Asthmaanfall spielt eine Rolle, bei dem kein Spray zur Hand ist (Shannon hatte auf der Insel einen Asthmaanfall), zwei Geschwister schauen in eine „Luke“ herab (gab es bei Lost diverse Male) und Charlotte „Charlie“ und Nate, der irgendwie ein doppeltes Spiel zu treiben (Halloho! Wie Kate mit ihrer kriminiellen Vergangenheit!) scheint, erinnern ein wenig an Jack und Kate, nur einige Jahre jünger. Ansonsten: Es gibt die Miliz, die irgendwie ein wenig an „Die Anderen“ erinnert (Warum wusste ich nur von Anfang an, dass die Miliz in einem Zeltdorf leben würde? Warum?). Auch ein Computer (schwarzer Bildschirm, grüne Schrift) spielt eine Rolle. Und die Musik erinnert ebenfalls extrem an Lost.

Dennoch: „Revolution“ ist eine eigenständige Serie, ein anderes Projekt und gut obendrein. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, war immer gespannt, was als nächstes passieren würde und der Pilot versteht es definitiv, das Interesse des Zuschauers zu wecken, weil so vieles ungesagt bleibt, so viele potenzielle Handlungsstränge in den Raum geworfen werden. Die paar Charaktere, die wir bislang kennen lernen durften, waren mir obendrein sympathisch (dass Miles von Billy Burke gespielt wird, der wiederum Bellas Vater in Twilight gespielt hat, finde ich übrigens immer noch extrem lustig – ohne den Schnurrbart sieht er übrigens ziemlich attraktiv aus und gut macht er seine Sache auch noch!)
Der Pilot endet damit, dass eine schwarze Frau mittleren Alters einen Chat-Dialog (woher hat sie bloß Strom, woher?!) mit irgendeinem Unbekannten führt, der mit den Worten „So … What now?“ endet und das, ja, DAS ist die Frage. Und wird mich nächste Woche auch wieder „einschalten“ lassen. Solltet ihr übrigens auch tun. (Damit habt ihr wohl schon eine erste Antwort auf die Frage „What now?“!) Vor allem, weil sich dann mein Versuch, meine ersten Eindrücke zu „Revolution“ runterzuschreiben, nicht mehr ganz so wirr lesen lassen wird. (Hust.)

(Die Frau im Trailer (gespielt von Andrea Roth), die man in den ersten Einstellungen mit den Kindern sieht, wurde – warum genau konnte ich nicht in Erfahrung bringen – durch Elizabeth Mitchell ersetzt. Worüber ich mich so, so freue!)

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1 Kommentar

  1. Hört sich wirklich interessant an! Ich habe Blackout auch letztens gelesen (lustigerweise wohne ich in dem ominösen, seltsam beschriebenen Ort namens Ratingen, der darin vorkommt) und war ziemlich begeistert. Das Buch hat mich allerdings wirklich überlegen lassen, ob ein Kasten Wasser genügend Reserve ist- und was wäre, wenn…

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