Erste Eindrücke zu … „Bunheads“.

Diesen Spätersommer hat sich „Bunheads“ in Rekordzeit in mein Herz getanzt. Aufmerksam wurde ich auf diese neue ABC-Family-Serie dadurch, dass sie auf diversen amerikanischen Serienseiten damit beworben wurde, dass sie aus der Feder von Amy Sherman-Palladino stammt. Der famosen Gilmore Girls Schöpferin! (Die, die hier schon länger mitlesen, wissen vielleicht, was für ein riesengroßer Gilmore Girls Fan ich bin. Die, die es noch nicht wissen, können hier und hier alles dazu nachlesen.) Das war für mich Grund genug, zumindest mal reinzuschauen und als ich dann las, dass Kelly Bishop (Emily Gilmore bei den Gilmore Girls) eine der zentralen Rollen spielen würde, war ich sowas von heiß auf diese Show, das glaubt ihr nicht!

Der Plot:
Bunheads is the tale of Michelle Simms, a former ballerina ‚bunhead‘ who wound up a Las Vegas showgirl. Seeing her life and career at a dead end, she impulsively takes up the offer of marriage from her persistent admirer, Hubbell Flowers (played by Alan Ruck), and moves to his sleepy coastal town, Paradise. Once there, Hubbell is killed in a car accident and Michelle struggles to adjust to life in a small town and teaching alongside her mother-in-law, Fanny (Kelly Bishop), at her ballet school: the Paradise Dance Academy.

Es geht schon rasant los – die Pilot-Folge endet mit einem großen Knall und man will sofort weitergucken. Man will wissen, wie es mit Michelle in Paradise weitergeht. Ob sie bleibt, wie sie sich einfügt, wie das Zusammenleben mit ihrer Schwiegermutter sein wird, was es mit dem Ballettstudio auf sich hat… Und irgendwie hat man auch Freude an den vier Mädchen, die ebenfalls eine zentrale Rolle in „Bunheads“ spielen. Boo, Sasha, Melanie und Ginny tanzen Ballett in Fannys Studie und sind typische Teenagermädchen mit ihren Problemen, Sehnsüchten und Leidenschaften.

Ich liebe auch die unzähligen Seitenhiebe auf Popkultur, die – ähnlich wie bei den Gilmore Girls – dazu beitragen, dass die Dialoge noch klüger, witziger und geistreicher daherkommen. Was musste ich über die unzähligen Witze über Twitter, Facebook und zuletzt auch Shades of Grey lachen. Es gab bereits eine Sylvia Plath Anspielung und ich liebe es, wie am Anfang alle Michelle für eine Stripperin halten. Bunheads macht einfach Spaß und gute Laune. Man kann abschalten und taucht in eine süße, groteske Kleinstadt ab. 40 Minuten Pastelltöne, flotte Dialoge, Ballett (Bunheads war für mich die finale Inspiration, beim Unisport einen Anfänger-Ballettkurs zu machen, nachdem ich als Kind mal derbe an einem gescheitert bin!), Liebe, Freundschaft, Teeniedrama, zwei hinreißend starke Frauen (Michelle und Fanny). Auch die Nebendarsteller sind toll – allen voran Truly, die irgendwie nichts auf die Reihe bekommt, schon gar nicht ihr Leben. Und der Mann mit der großen Haustür, bei dem Michelle zufällig mal strandete, als ihr Auto auf einem Privatweg verstarb (ebenfalls sehr komisch!), hat mir irgendwie auch gefallen. Kurz: Was will man mehr? Ansehen! Da es erst 10 Folgen gibt, seid ihr auch recht schnell auf dem neusten Stand!

Ich freue mich sehr, dass 8 weitere Episoden bestellt wurden und hoffe, dass danach bekannt gegeben wird, dass „Bunheads“ nächstes Jahr in eine zweite Staffel geht. Auf so eine Wohlfühlserie möchte ich in meinem TV-Stundenplan definitiv nicht verzichten müssen!

Zitatesammlung:

Truly: I’ve always been able to tell what everybody wants except for me.

Michelle: Wow. There’s still fax machines?

Fanny: Best view of Oxnard is in the rear view mirror.
Michelle: You should Tweet that.
Fanny: I don’t do that.
Michelle: Me neither.

Michelle: What book are you talking about?
Sam: Fifty Shades of Grey.
Michelle: Great. Sorry to end the end of literature as we know it, but has anyone seen Fanny?

Melanie: „Boo, WHAT are you doing?“
Boo: „Being invisible, that’s what I do best.“

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6 Comments

  1. Bunheads stand schon eine Weile auf meiner Liste, aber ich danke trotzdem nochmal für die Empfehlung. Sehe mir gerade den Piloten an und bin total hin und weg. Man merkt definitiv, wer diese Serie gemacht hat, denn sie ist – wie du auch sagst – genauso herzerwärmend wie Gilmore Girls. Hach!

  2. Oh, deine Serienempfehlungen sind immer wieder so großartig! Ich habe diesen Sommer gerade mal damit angefangen, alle Staffeln GIlmore Girls zu sehen, ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich es vorher einfach nie geschaut und mein Gott, ich war vollkommen hin und weg! Wenn Bunheads auch nur halb so wunderbar wie Gilmore Girls ist, dann bin ich schon wirklich im siebten Himmel, vielenvielen Dank dafür, dass du uns dieses Serie ans Herz legst!

  3. Ehrlicherweise wollte ich den Artikel schon fast überfliegen, als ich auf einmal das Bild von Kelly Bishop sah. Ich scrolle also wieder nach oben und lese „Amy Sherman-Palladino“ und meine Gilmore Girls-Alarmglocken fangen sowas von zu schrillen an. Uiuiui. Da werde ich wohl tatsächlich mal reinschauen müssen, auch wenn „Bunheads“ von der Beschreibung nicht wirklich mein Geschmack triftt . Aber bei Gilmore GIrls klang das auch immer komisch: „Also da geht’s um eine Mutter und ihre Tocher, beide heißen Lorelai, obwohl sich die Tochter Rory nennt und…naja, sie ist einfach lustig und so…“. Dabei ist das für mich die genialste Serie der Welt. (^__^)
    Was ich eigentlich sagen wollte, ist, danke für den Tipp! 😀

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