Krötenwanderung – jetzt!

Nein, in diesem Artikel möchte ich nicht an euch appellieren, Kröten in Eimern von A nach B zu tragen. (Obwohl ich auch das sehr, sehr super von euch fände!) Vielmehr möchte ich das Bankwechselbündnis unterstützen, dem unter anderem die Grüne Jugend, die Bundjugend und Attac angehören. Das Bündnis plant diverse Aktionen, die uns alle davon überzeugen sollen, unsere angestammte Bank zu verlassen und uns einer sogenannten ethischen Bank zuzuwenden.
Ich habe diesen Schritt (der zugegebenermaßen nicht ganz so bequem ist, weil man überall seine Bankverbindung ändern muss und auch Daueraufträge und regelmäßige Abbuchungen ändern muss) vor einigen Monaten gewagt und ein Girokonto bei der GLS eröffnet, vor ein paar Wochen folgte dann ein Sparkonto, auf dem mittlerweile mein ganzes „Vermögen“ ruht. Vorher war ich bei der Sparkasse und hatte zudem noch ein Sparbuch bei der Volksbank, das zu meiner Geburt von meinen Großeltern eröffnet worden war. Mein Hauptgrund für den Bankwechsel war die Tatsache, dass ich mich Anfang des Jahres stark über Nahrungsmittelspekulationen informiert habe und mich die skrupellosen Machenschaften der „konventionellen“ Banken echt schockiert haben. Auch die Unterstützung von Atomstrom, Rüstung und Steueroasen wurden in dem Buch angeschnitten und überzeugten mich endgültig vom Wechsel.
Eröffnen kann man ein Konto bei der GLS-Bank ganz unkompliziert online, man muss lediglich die Unterlagen hinterher zur Post bringen und sich dort durch seinen Personalausweis ausweisen (Post-Ident-Verfahren), danach läuft alles von selbst und man bekommt ziemlich schnell seine EC-Karte und den PIN-Code zugeschickt. Verwaltet wird das Konto online (keine Kontoauszugregenwaldabholzungsflut mehr, yeah!), Geld abheben kann man kostenlos an allen Geldautomaten von Genossenschaftsbanken (z.B. Volksbanken). Filialen gibt es auch, aber nur ganz wenige, zum Beispiel in Bochum und in Berlin. Sollte man persönliche Beratung benötigen, so kann man ständig jemanden bei der Hotline kontaktieren.

Falls ihr euch fragt, warum genau ihr diesen Stress des Bank-Wechselns jetzt auf euch nehmen sollt, und Interesse habt, euch näher mit den Argumenten auseinanderzusetzen, dann empfehle ich euch, die Seite des oben genannten Bündnisses näher unter die Lupe zu nehmen. Das Wichtigste habe ich hier nochmal für euch verlinkt:
Startseite der Bündnis-Seite
Argumente für einen Bankwechsel
Wie eure jetzige Bank so drauf ist…

Falls ihr selbst überzeugt seid und einen Wechsel in Betracht zieht, seid ihr herzlich dazu eingeladen, anderen von der Krötenwanderung zu erzählen. Hierzu ist besonders dieser Flyer geeignet.

Egal für wie unbedeutend ihr euer kleines (ich weiß, die meisten hier sind, genau wie ich, noch relativ jung und verdienen wenig bis gar nichts und verfügen über ein in der Regel recht kleines finanzielles Polster…) oder vielleicht auch etwas größeres Vermögen haltet: Jeder Euro bei der falschen Bank ist ein Euro zu viel für Machenschaften, die wir nicht dulden und über die wir nicht weiter hinwegsehen dürfen.

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1 Comment

  1. Sehr interessanter Beitrag. Danke für die Links. Die Seite kannte ich gar nicht. Ich bin seit wenigen Wochen Kunde bei der Ethik-Bank, ich war bei der Berliner Sparkasse. Eigentlich fand ich die Idee hinter den Sparkassen immer gut und ich gehe irgendwie auch mit einem weinenden Auge. Aber was solls. – Eine große Privatbank kam für mich nie in Frage. Gruß!

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