Mehr, mehr, mehr!

Mehr Bloggen. Anders Bloggen. Gut Bloggen. Das ist der Plan, darauf freue ich mich und ihr euch hoffentlich auch. Mehr Fotos aus meinem Leben, Momentaufnahmen, Fortschritte, Ich. Mehr über mein „101 Dinge in 1001 Tagen“-Projekt bloggen, mehr davon realisieren und darüber schreiben. Ich freue mich irrsinnig darauf, all das, was mir in den nächsten Wochen passieren wird und was ich ausprobieren werde (ich ziehe gerade um, im Oktober beginnt mein Studium, ein Abenteuer jagt das nächste dieser Tage und in nächster Zeit!) mit euch zu teilen. Ich werde anfangen, Theater zu spielen, ich will dem Balletttanzen noch eine Chance geben, ich werde anfangen, Italienisch zu lernen und so lange in meinem Zimmer herumwuseln, bis es das perfekte Mädchenzimmer ist, von dem ich im Moment träume. Ich habe mehrere Bewerbungen für die unterschiedlichsten Jobs geschrieben. Das erste Vorstellungsgespräch ist am Dienstag, was die Firma genau macht, habe ich nicht so recht verstanden, aber meine Aufgabe wäre es, Produktdaten im Computer zu erfassen und irgendwelche Texte zu verfassen. Ansonsten überlege ich im Moment, auch noch einen Babysitterjob anzunehmen, der irgendwie ein bisschen so klingt, als käme ich so halb doch noch zu dem Au-Pair-Jahr, von dem ich tief in mir drin dann wohl doch geträumt habe – meine Aufgabe wäre es nämlich, die beiden Kinder morgens zu begleiten und in die KiTa zu fahren. Erstmal wäre das befristet bis zum Beginn der Herbstferien in Niedersachen (am ersten Ferientag beginnt für mich die Uni) und somit ziemlich ideal und sicher eine spannende Herausforderung. Um 6 Uhr aufstehen, um mit fremden Kindern in den Tag zu starten. Yeah! Und ich habe auch noch ein Vorstellungsgespräch für einen Callcenterjob, am Ende habe ich vermutlich die Qual der Wahl… Was ich sicher weiß: Ich will und werde arbeiten. Ich habe meine Studienfinanzierung zwar relativ sicher (Unterstützung meiner Eltern, Studienkredit, Ersparnisse, zudem sollen Bewerbungen um ein Stipendium folgen), aber es wäre natürlich schön, mir einen Teil meines Studiums aus eigener Kraft zu finanzieren (eigenes Geld ist das Schönste Geld und das, das man besten Gewissens und mit sehr viel Bedacht ausgibt, finde ich) und vor allem auch die monatliche Kreditsumme so klein wie möglich zu halten.

Aber: Zurück zum Blog. Veränderungen, habe ich bereits gesagt. Ich habe Lust, wieder ein bisschen über Mode und Beauty zu schreiben. Ein bisschen, versprochen. Und: Anders als mit 14. Meine kurze, relativ glücklose Modebloggerinnenphase habe ich zwar mit 16 überwunden, aber: Ich liebe Mode noch immer. Ich liebe Armbänder und Jute-Beutel und Kosmetikprodukte. Hätte ich das Geld dazu, dann würde ich alles Fair Trade und Bio kaufen, aber: Irgendwo hat mein Konto seinen Grenzen, vor allem, weil jetzt das Studium beginnt und die Miete bezahlt und mein Lebensunterhalt finanziert werden will. Ich habe bewusst darauf verzichtet, in den Monaten zwischen Abitur und Studienbeginn zu arbeiten, weil ich frei sein wollte. Ich wollte reisen, wann es mir passt, Freunde treffen, wenn ich Lust darauf habe, die Seele baumeln lassen, atmen, atmen, atmen. Dass das mit einem regelmäßigen Nebenjob (so wie ich ihn 2011 in einem Supermarkt hatte) nicht gegangen wäre, war mir durch meine Erfahrungen sehr deutlich gemacht worden. Ich habe zwar auf einen ganzen Batzen Geld verzichtet, es aber keinen Moment bereut. Dieser Sommer hat mir eine ganze Menge gegeben, Erinnerungen, die mir niemand mehr nehmen kann und von denen ich in den schwierigen Zeiten, den unfreien, im Studium zehren können werde. Ich war in Norwegen, Dänemark und in Berlin, habe auf drei Festivals meine Füße wund und meinen Körper K.O. getanzt, bin 4000 Kilometer durch Deutschland und Belgien gefahren, habe einen Gemüsegarten ausgehoben und bin spontan ans Meer gefahren. Ich habe mich in dieser freien Zeit noch ein Stück mehr gefunden, vor allem auch meinen Stil. Ich erinnere mich kaum daran, wann ich zuletzt eine Hose getragen habe; wäre ich eine Superheldin, dann wäre mein Name „Tights Girl“ und ich würde in Flatterkleidern und bunten Röcken Menschen umstylen.

Was euch droht: Hin und wieder mal ein „So bin ich heute vor die Tür gehuscht“-Posting, eine „Ich liebe dieses epische Naturkosmetikprodukt“-Review und ab und an ein fabelhaftes Lieblingsrezept. Wenn es euch interessiert, dann freue ich mich, wenn nicht, dann dürft ihr gerne darüber hinweglesen. Literaturpostings werden schließlich auch weiterhin eine große Rolle auf diesem Blog spielen, sie sind und bleiben das (und mein!) Fundament. Hier wird nicht alles Öko und zu 100 Prozent fair sein, das traue ich mir (noch?) nicht zu, aber ich werde euch mit auf meine Reise nehmen. In Bioläden und Reformhäuser, vegane Cafés und verwunschene Klamottenlädchen. Könnte cool werden. Könnte total in die (faire, ökosoziale) Hose gehen. Also: Keine Ahnung, wohin das alles führen soll, aber ich probiere das jetzt einfach aus. Weil ich es kann.

Im Juli habe ich mal kurz versucht, einen Blog namens „Fairliebt“ an den Start zu bringen – über den nicht ganz einfachen Versuch, ethisch zu leben, das Leben in vollen Zügen zu genießen, sich selbst zu finden, aber sein wir doch mal ehrlich: Dieser Blog hier ist mein Zuhause, mein Baby, wenn hier nicht Platz für ALLES von mir ist, dann kann ich das mit dem Bloggen auch gleich sein lassen. Ich weiß, dass nicht jeden Leser alles interessiert, was ich hier poste, dass es irgendwie keine klare Linie und keine Schnittmenge gibt, außer: Mirka. Außer mir, die diese Texte schreibt und die Gedanken denkt, die in ihnen stecken. (Falls ihr irgendwelche Fragen an mich haben solltet, könnt ihr das übrigens künftig hier tun.)

Kurz: Hier soll und wird sich einiges ändern. Mehr, mehr, mehr – das ist die Devise. Und damit meine ich nicht „mehr Materialismus“, sondern: Mehr vom Leben.

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9 Comments

  1. Ich bewundere dich für so vieles. So wie du schreibst, was du tust und wie du zu sein scheinst. Auch, wenn ich dich nicht wirklich kenne, bist du so ein fester Bestandteile (eine Konstante, Lost, you know) geworden, die mich immer wieder auf den Boden zurückholt und mir zeigt, dass ich schreiben muss, dass ich nciht aufgeben will und kann, dass es sich immer lohnt zu kämpfen und sein Ding zu machen. Du tust so viel und ich werde alles lesne, was hier passiert. Bin gespannt!

    1. Liebe Clara, vielen, vielen Dank für deine tollen Worte! Ich freue mich sehr, dass du so sehr Anteil an meinem Leben nimmst und solltest du mal in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen sein, dann sag bescheid und du kannst dich gerne persönlich davon überzeugen, ob ich dem Bild, das du durch meine Worte von mir hast, in etwa gerecht werde. 😉

  2. (Thihi, wer mag das wohl sein.)
    Ich war ja wohl auch ein Teil deines ’suupermegafoxyawesomehipster Sommers‘? 😉
    Und ich lese generell alles, was du schreibst, sonst wüsste ich gar nicht, was du alles so treibst. ‚Wo ist Mirka heute? Mhhh, vielleicht bloggt sie was drüber.‘ ❤

      1. Na, du hast ja nicht sooo viel Auswahl, nicht wahr? *Handel-Fuchtel-Karina-Geste.*
        Hatte ich mich eigentlich schon bei dir & Anna für diesen coolen Familiendinge bedankt? Ihr habt mir den Sommer versüßt, ihr 2. ❤

    1. Ich finde schon, dass ich mal ‚Danke‘ sagen könnte, dass ich euch habe. (Zumindest hoffe ich das, ich will euch haben :D)
      Ihr seid schon rather awesome, auch, wenn ich mich neben euch manchmal etwas dämlich fühle! Also, uhm… Danke, dass ihr meine Mütter seid? :*

  3. Ich bewundere dich einfach so sehr für den Eindruck, den du auf mich hinterlässt. Wie gerne würde ich von mir behaupten können, so frei und gleichzeitig gefestigt, so intelligent und talentiert, so interessant auf andere zu wirken. Hört sich jetzt irgendwie etwas seltsam an, ist aber total ehrlich gemeint. Ich find deinen Blog super, und ich bin gespannt auf das, was noch kommt!

  4. Es freut mich wirklich unglaublich, dass du beschlossen hast mehr zu bloggen. Dein Blog gehört zu meinen 3 Lieblingsblogs, obwohl Du nicht so unglaublich viel postest. Wenn dann mal ein Post kommt, ist er immer unglaublich toll geschrieben und regt zum Nachdenken an. Ich habe manche Texte schon gefühlte 20 Mal gelesen, weil ich fand, dass sie so toll geschrieben sind.
    Ich hoffe, dass es so toll weiter gehen wird! 🙂

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