Wohnungssuche, ein Happy End.

27.08.2012
Ich bin immer noch auf der Suche und stelle jeden Tag aufs Neue fest, dass meine Ungeduld echt ein riesengroßes Problem bei der Suche darstellt. Ich will nicht übermorgen oder in fünf Tagen wegen der Wohnung bescheid bekommen, ich will jetzt wissen, ob ich dort – im Optimalfall die nächsten drei Jahre – wohnen werde. Vor allem, wenn mir die Wohnung gefällt und ich die Mitbewohnerin(nen) (bisher habe ich irgendwie fast nur reine Frauen-WGs besichtigt) nett finde. Bei drei Wohnungen und potenziellen Mitbewohnerinnen habe ich ein sehr gutes Gefühl, eine andere potenzielle Mitbewohnerin fand ich auch sehr nett, aber da habe ich noch ein paar Vorbehalte, die ein Zusammenleben aber ganz bestimmt früher oder später überwinden würden.

Was mich echt ziemlich treffen würde: Wenn mir alle potenziellen WGs absagen würden. Dann würde ich irgendwie an mir zweifeln. Ich fand einige Mädels richtig nett und hatte das Gefühl, dass die Chemie stimmt und wenn ich nur Absagen erhalten würde, dann wäre das nicht gerade schmeichelhaft für mein Selbstbewusstsein. (Vor allem, wenn es fünf oder mehr Absagen sind…) Eine Absage habe ich bisher erhalten, das wäre eine WG zur Zwischenmiete gewesen und ich muss sagen, da hat die Chemie zwischen der potenziellen Mitbewohnerin und mir auch nicht so recht gestimmt. Wir hatten uns wenig zu sagen, sie wirkte sehr verschlossen und ein bisschen … seltsam.

Heute Abend bekomme ich bereits bescheid, ob die Besichtigung gerade eben erfolgreich war. Etwas am Stadtrand, in etwa gleich weit entfernt zur Uni wie zu einem guten Freund, der in einer kleinen, an Göttingen angrenzenden Stadt wohnt, sehr groß, sehr hell, sogar mit Badewanne, Balkon, zwei Kühlschränken, W-Lan, es gibt eine Katze (die mich mochte und den vorherigen Mitbewohner, der zur Zwischenmiete dort wohnte, nicht!) und eine Waschmaschine im Bad. Das Zimmer ist groß genug, hell, sehr modern, ich kann es streichen, wie ich möchte. Und die potenzielle Mitbewohnerin und ich waren uns sehr, sehr sympathisch. Also alles perfekt, eigentlich. Fehlt nur noch die Zusage.

31.08.2012
Ungelogen: Ich musste das Schreiben dieses Blogpostes am Montag unterbrechen, weil just in der Minute, als ich dabei war, den letzten Satz zu tippen, meine Mitbewohnerin anrief, um mir zu sagen, dass das was wird, mit uns. Dass ich eine Wohnung habe. Dass es ein Happy End bei meiner Suche gibt.

Knapp zwei Stunden nach der Besichtigung habe ich schon den Mietvertrag unterschrieben, die Kaution hinterlegt und mich gefreut, gefreut, gefreut. Nach dem Zusage-Telefonat habe ich sogar ein wenig geweint, weil der Stress von mir abgefallen ist und ich irrsinnig erleichtert war. Es ist so schwer, in Göttingen etwas zu finden und ich habe es dann auch noch so gut getroffen. Klar, die drei Kilometer bis zur Uni werden vermutlich auch mal stressen, aber das ist es mir so wert! Im Zweifelsfall kann ich ja immer noch Bus fahren.

Am Dienstag, als ich bereits einmal kurz in meine Heimatstadt und dann mit einer Bekannten, die ebenfalls in Göttingen sucht, und einem Kofferraum voller Sachen zurück in die Wohnung gefahren war, habe ich dann auch noch eine Zusage von der WG erhalten, die ich als erstes besichtigt hatte, die sich aber irrsinnig viel Zeit wegen des Bescheidgebens genommen hatten und sich sogar eigentlich erst diesen Sonntag melden wollten. Klar, dort hätte ich weitaus weniger Miete bezahlt und wäre dennoch zentraler gewesen (Wohnheim), aber so, wie es jetzt ist, ist es auch gut. Von ein paar anderen WGs habe ich Absagen erhalten (da hatte ich aber auch sowieso eher das Gefühl, dass es einfach nicht passen würde), die restlichen Besichtigungen habe ich abgesagt und von einer, deren Telefonnummer ich irgendwie nicht mehr hatte, habe ich bis heute nichts gehört.

Jetzt steht erst einmal der Umzug vor der Tür (ich bin immer noch ganz gerührt, wie viele Leute sich angeboten haben, mir beim Umzug zu helfen!), am Montag fahre ich mit meiner Mama zu Ikea und lasse mich hinsichtlich Möbeln inspirieren (ja, ich möchte meinen Mädchenzimmertraum realisieren – und die Möbel, die schon drin stehen, ich behalte ein richtig cooles Bücherregal und einen Kleiderschrank, sind schon weiß und passen sehr gut rein) und nach und nach fahre ich mit allen Sachen in die neue Wohnung. Wie man sieht: Die ersten Bücher sind schon da, wie soll ich mich da bitte nicht gleich heimisch fühlen?

Die Wohnungssuche hat ein Happy End. Schööööön.

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6 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Wohnung! Du wirst sicher eine tolle Zeit dort haben. (Dein Regal finde ich übrigens richtig klasse, hast du das beschrieben oder gehört das zum Modell?)

  2. Yaaay! Ich freu mich auch für dich. Ich kenne den Stress bei der Wohnungssuche nur zu gut. Da steckt man im Karussell der Gefühle. Schön, dass es bei dir jetzt geklappt hat. Viel Spaß beim Einrichten!

  3. Grone ist doch für den Anfang toll – nicht so teuer und man hängt nicht jeden Abend in der Stadt rum, da es einfach zu weit ist 🙂 Perfekt um erst mal ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Empfehlen könnte ich die spätere WG-Gründung in einer Genossenschaftswohnung (wg-goe.de) die haben einige gut gelegene Siedlungen und die Miete ist relativ günstig. Im gegensatz zu vielen privat vermieteten sind die Häuser auch sehr mieterfreundlich (Keller, Dachboden, keine „selbstgebauten“ Wohnungen oder Treppenhäuser). Die Nachbarn sind manchmal etwas piefig, aber es hat ja auch was, wenn Mensch im 21. Jhd mit der Gründung einer WG noch anecken kann 🙂

  4. Schön, dass du nun auch Göttingerin bist! Schade, dass ich gerade für ein Jahr in Rom lebe, sonst hätte ich dich gern mal auf einen Tee im Café Botanik eingeladen.
    Solltest du irgendwelche Fragen bezüglich Göttingen (Cafés, Restaurants, Theater…) haben, würde ich mich riesig freuen, dir ein bisschen darüber berichten zu können!
    Ich wünsche dir einen erfolgreichen Umzug und einen guten Start ins Studium!
    Liebe Grüße!
    Pia

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