‚Life In Plastic, It’s Fantastic.‘

Dieser Artikel inspirierte mich dazu, mich mal wieder genauer mit meiner Lebensweise auseinander zu setzen. Unter der Lupe dieses Mal: Plastik. Im Rahmen eines Experiments hatte Catharina Tews, jetzt.de-Mitarbeiterin, den Vorsatz gefasst, einen Monat lang komplett auf den Kauf von Plastik zu verzichten. Natürlich: Irgendwie ist die Dame, die den Artikel verfasste, nicht wirklich logisch bei ihrem Vorgehen (von Konsequenz hinsichtlich des Umweltsschutzes kann nun nicht gerade die Rede sein, wenn man zwar auf Plastik verzichtet, dann aber weiterhin Wurst kauft, den Klimakiller schlechthin…), aber inspiriert hat sie mich trotzdem, weshalb es vermutlich legetim ist, hier auf ihren Artikel zu verweisen.

Genau wie Catharina Tews bin auch ich durch die Dokumentation „Plastic Planet“ näher auf das Thema aufmerksam geworden. Klar, schon meine Eltern haben mir mit auf den Weg gegeben, keine Plastiktüten zu kaufen und allgemein so wenig Plastikmüll wie möglich zu erzeugen, aber wenn man sich mal ganz objektiv nur mal in seiner Küche umschaut, dann gelingt einem das nicht gerade gut. Seitdem mein Leben auf sehr ökologischen Füßen steht, habe ich deutlich weniger Produkte mit oder in Plastik gekauft (Tüten nehme ich grundsätzlich nicht mehr an), aber da ist definitiv noch Luft nach Oben und genau dort möchte ich mich nun hintrauen – in ein (fast) plastikfreies Leben.

Ich werde kein „Zu hundert Prozent kein Plastik!“-Experiment wagen, da ich das für im Alltag sehr schwer umsetzbar halte. Woher bekomme ich mein Toilettenpapier, wenn nicht aus einer Zehner-Plastikpackung? Woher meine Kontaktlinsenflüssigkeit? Aber: Dort, wo es möglich ist, werde ich verzichten. Ich werde kein eingeschweißtest Obst und Gemüse mehr kaufen, keine Nudeln aus Plastikpackungen, kein Brot oder Reis. keine Getränke aus PET-Flaschen. Ferner steht für mich fest: Wenn die einzige vegane Alternative nur in Plastik erhältlich ist (so zum Beispiel Tofu oder Sojaschnetzel, die aus Hygiene- und Haltbarkeitsgründen meistens eingeschweißt werden), dann kaufe ich es trotzdem. Veganismus und eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung stehen über diesem Plastik-Projekt.

Wie es ansonsten so um mein Leben in ethischer Hinsicht steht und um mein 101  Dinge in 1001 Tagen Projekt steht, werde ich gerne sehr bald in einem neuen Fazit-Artikel darlegen. Seid gespannt!

Hintergrundinformationen zur Dokumentation ‚Plastic Planet‘ (Quelle: Wikipedia):

Beginnend mit einem biografischen Rückblick in seine Kindheit – zu seinem Großvater, der in den 1960er Jahren Geschäftsführer der deutschen Interplastik-Werke war – spannt Boote den Bogen in die Gegenwart, in der Plastikprodukte allgegenwärtig sind.
Boote reist um die Welt, beobachtet und befragt Menschen bei ihrem Leben inmitten von Plastik: von Familien in ihren Einfamilienhäusern in Österreich und den USA bis hin zu solchen in einfachsten Hütten in Kolkata. Er führt Interviews mit Sprechern der Kunststoffindustrie und mit Wissenschaftlern, die über die gesundheitlichen Gefahren von Zusatzstoffen – insbesondere Weichmachern – sprechen.
Boote stellt dar, wie allgegenwärtig Plastik in all seinen Formen geworden ist und wie Kunststoffabfälle bis in die entlegensten Gebiete der Erde verteilt werden. Exemplarisch zeigt er das anhand der Wüste Marokkos und dem Pazifik (vgl. Müllstrudel), wo die Partikel zerfallender Plastikabfälle von Meereslebewesen für Plankton gehalten und gefressen werden, was zu ihrem Tod führen kann.

(Bild via marrren.)

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5 Comments

  1. ich versuche schon seit langem im Alltag auf unnötiges Plastik und andere Verpackungen zu verzichten. die Beispiele, die du anführst lassen sich gut umsetzen, wenn man bewusst einkaufen geht.
    ich wünsche dir viel Erfolg udn viele positiven Erfahrungen! 🙂

  2. (Mein erster Kommentarversuch wurde leider verschluckt, ich versuche es also nochmal.)

    Spannende Idee, ich bin schon neugierig was du so erzählen willst. Ich habe mir über Plastikfasten auch schon Gedanken gemacht, weil eine Bekannte einer Bekannten das gemacht hat. Ich stelle es mir ziemlich schwierig vor, vor allem weil gerade Bio-Gemüse häufiger abgepackt ist, was die Supermärkte damit begründen, dass sie Kontaminationen verhindern wollen.

    Es gibt bereits Ladenketten (in den USA, wenn ich nicht irre), die gezielt alle Produkte unverpackt anbieten, dh. eins bringt den Behälter mit und nimmt sich so viel Mehl/Nudeln/Seife, wie eins gerade braucht. Das wäre natürlich eine gute Lösung, lässt sich aber sicher schwierig umsetzen. Gerade Supermärkte haben ja offenbar sehr viel Angst davor, Kund_innen zu vergraulen.

  3. ich finde, das ist eine super idee, aber wirklich schwierig umzusetzen. wie nimmst du denn zB obst und gemüse im laden mit, ohne es in tüten zu packen? ehrliches interesse 🙂 ich freu mich, wenn du darüber berichtest!

  4. Samstags auf den Wochenmarkt. Das Gemüse ist meist frischer und hält daher auch wesentlich länger als das überlagerte Angebot aus dem Supermarkt. Vieles packt man direkt in den Rucksack, den Rest in Papier. Wocheneinkäufe für Gemüse scheitern eigentlich nur am eigenen Chaos – nicht am Preis oder Haltbarkeit.

  5. is zwar schon älter der Eintrag, aber Äpfel kauf ich auf dem Markt immer mit Stoffbeutel, schon von meinen altgrünen Eltern so gelernt. Früher war das Umweltschutzklopapier übrigens in Papire eingewickelt (so vor zehn Jahren noch, glaub ich… oder vor 15), schade, dass das nicht mehr so ist. Wobei Papier ja auch v.a. ein Wasserschlucker ist

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