Wie ein gut eingelaufener Turnschuh.

Das Jahr ist noch neu, quasi ungetragen, und doch fühlt es sich bereits an wie ein gut eingelaufener Turnschuh. Einer dieser Turnschuhe, in den man reinschlüpft und kilometerweit laufen kann, notfalls bis zum Ende des Horizontes.

Die Tage sind kurz, im Moment. Schon wieder. Immer noch. Oder: Seit einem Jahr sind die Tage sehr kurz. Ich falle abends müde ins Bett und schlafe wie ein Stein, tief und fest, oft sogar acht Stunden. Ich telefoniere viel, plane Reisen und Festivalbesuche, lerne überfällige Lektionen über Freundschaft und werde im September vier Wochen mit dem Rucksack und einem noch recht neuen Freund durch Schweden wandern. Am 1. März werden wir den Flug buchen, wir werden Probepacken und unsere Rucksäcke eine Stunde lang durch die Provinz tragen. Himmel, ich werde für diesen Trip sogar anfangen, Sport zu machen. Ich. (Kostet das Bild, das sich in eurem Kopf geformt hat, aus – ich werde definitiv keine Beweisfotos posten!)

Ich habe vor kurzem ausgerechnet, dass mein „101 Sache in 1001 Tag“-Projekt am 28. September 2014 vorbei sein wird. Was jetzt, Schwarz auf Weiß, noch wie eine halbe Ewigkeit erscheint, wird mir durch die Finger rinnen, wie feiner Sand. Das weiß ich. Weil schon wieder Februar ist und ich doch gerade erst in die Oberstufe gekommen bin und jetzt in anderthalb Monaten mein letzter Schultag ist. Nur noch 11 Stunden Informatik. Im Herbst 2014, da werde ich zwei Drittel meines Bachelorstudiums hinter mich gebracht haben, ich werde noch mehr neue Menschen kennen gelernt und vielleicht ein paar der alten gehen gesehen haben. Ich werde gereist sein und Erfahrungen gesammelt haben. Ich bin immer noch glücklich, hoffentlich, vielleicht sogar noch ein klein wenig mehr als jetzt. Vielleicht werde ich alle Punkte meiner Liste abgearbeitet haben – oder vielleicht nur ein Viertel. Ich denke, darauf kommt es nicht an. Es kommt vielmehr darauf an, was ich aus den abgearbeiteten Punkten gemacht habe. Wie sie mich weitergebracht haben, welche Erfahrungen sie mir beschert haben, wo ich durch sie stehe. Die nächsten zweieinhalb Jahre liegen vor mir und meine Liste schreit „Geh raus, verändere etwas!“. Ich glaube, das werde ich tun.

Vielleicht fange ich noch heute damit an.

(Bild via shoothead.)

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