Mehr als eine Antwort. Teil 4.

Teilst du in der Bahn deine Kopfhörer mit mir? Lässt du mir das letzte Stück übrig? Wo schläfst du im Stockbett? Habe ich dir diese Wunde zugefügt? Auf eigene Faust oder mit Reiseführer? Tatort oder Hitler-Doku? Wenn ich friere, wärmst du mich dann? Kalte oder warme Füße? Bist du mit die selbst im Reinen? Können wir uns irgendwann so sehr zum Lachen bringen, dass wir uns fast in die Hose pinkeln müssen? Worauf bist du bereit für mich zu verzichten – und will ich das überhaupt? Passe ich in deine Armbeuge? Wie viel Decke bleibt mir? Hattest du als Kind eine Zahnspange? Musstest du dich oft behaupten? Schätzen oder nachzählen? Linke oder rechte Gehirnhälfte? Notlüge oder Schonungslosigkeit? Bist du manchmal neidisch? Bleiben wir so wie wir sind? Hat dein Leben eine Poiente? Sonnencreme oder Hautkrebs? Nimmst du meine Hand und übernimmst für fünf Minuten? Magst du mich noch, wenn du weißt, wie ich mit 13 aussah? Bist du morgen noch da, wenn ich jetzt die Augen zumache? Wann windest du dich? Kannst du mir ins Gesicht lügen? Wie sieht deine Utopie aus? Brauchst du morgens länger im Bad als ich? Protest oder mit dem Strom? Darf ich den Film aussuchen? Liest du mir etwas vor, wenn ich nicht einschlafen kann? Stocknüchtern oder sturzbesoffen? Pflegst du mich, wenn ich krank bin? Ist dir nichts peinlich? Möchtest du Kinder, irgendwann? Welcher Zug ist bereits abgefahren? Hättest du zu irgendeinem Zeitpunkt besser eine andere Abzweigung genommen? Zelt oder Wohnwagen? Einzelkind oder Großfamilie? Gibst du deinen Haustieren bescheuerte Namen? Glaubst du, es könnte funktionieren? Ist dir Partnerschaftsschnickschnack auch so unwichtig wie mir oder müssen wir uns am Valentinstag streiten? Wie viele Regenschirme hast du bereits verloren? Rausschreien oder Magengeschwür riskieren? Gott – oder die Welt? ‚Atomkraft – Nein danke!‘? Die kleinen Läden unterstützen oder die Großkonzerne? Was hinterfragst du – und was nimmst du einfach so hin? Leben und leben lassen oder für dein Anliegen missionieren? Hast du je einen richtigen, klassischen Kindergeburtstag gefeiert? Wann kannst du dich nicht mehr halten? Wie ist das mit dieser Seele? Wo kannst du schlafen? Rennst du regelmäßig etwas hinterher – und sei es dir selbst? Wo kannst du dein Klischeedenken nur schwerlich im Schrank lassen? Willst du meine Meinung hören? Holst du mich vom Bahnsteig ab? Inspierieren wir uns gegenseitig? Wie viel ist Selbstinszenierung, wie viel Herzensangelegenheit? Wenn es nicht weitergeht – was dann?

(Bild via On a meadow, lea.)

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6 Kommentare

  1. Man kann nie genug fragen. Nur wer fragt, kann seinen Horizont erweitern und in einer Beziehung den anderen richtig kennenlernen!!
    Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten, also traut euch!

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