Mehr als eine Antwort. Teil 2.

Wenn dir auf dem Bürgersteig Menschen entgegen kommen, machst du dann Platz – oder muss man dir Platz machen? Wie oft putzt du dir die Zähne am Tag? Ist Backpacking dein Ding oder kannst du nicht einmal ein Zelt aufbauen? Wenn dich jemand kritisiert, was dann? Wie viele Blumen sind schon unter deiner Gießkanne gestorben? Wann machst du das Licht an und wann bleibst du im Dunkeln? Darf ich deine Leichen im Keller sehen? Kannst du gut verlieren? Drängler, Kriecher oder der einzige Normale auf der Straße? Warst du schonmal so richtig eifersüchtig? Plastiktüte oder Jutetasche? Lametta – ja oder nein? Und wie steht es mit den Kerzen? Lebkuchen im September oder lieber gar nicht? Hast du schonmal jemanden so laut angeschrien, dass deine Stimme versagte? Wo endet der Horizont? Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg? Wessen Hand hast du zuletzt gehalten? Kannst du gut vor Leuten sprechen? Heiß oder kalt? Schläfst du vor dem Fernseher ein? Haben deine Bücher Leseknicke im Buchrücken? Wo hört der Spaß auf und was passiert dann? Fotos ausdrucken oder auf der Festplatte verstauben lassen? Wem galt dein letztes „Ich liebe dich“? Isst du genug Obst? Welches Erinnerungsstück ist für immer verloren? Was passiert in deinem Kopf, wenn du im Dunkeln auf den Schlaf wartest? Welche Albträume kehren immer wieder zurück? Wann war deine Kindheit zu Ende? Kommt da noch was? Wie oft gehst du zum Friseur? Wen willst du nie wieder sehen? Recylingpapier oder das strahlend weiße? Siehst du auf deinem Führerscheinfoto auch aus wie Osama Bin Ladens designierter Nachfolger? Was ist gehörig schiefgegangen? Mit wem hast du noch eine Rechnung offen? Sackgasse oder Einbahnstraße? Hattest du schonmal einen Unfall? Wenn nein: Bist du vielleicht trotzdem nicht unversehrt? Wenn du „Stopp“ schreist, wer hört dich dann?

(Bild via Riley Alexandra.)

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9 Comments

  1. In Gedanken formuliere ich ja ständig solche Frage-Posts, die es dann aber nie auf meinen Blog schaffen. Weil Fragen ja so oft viel mehr zählen als Antworten. Wie oft haben wir uns schon mal eine Frage verkniffen und wie selten eine Antworten?

    Und die hier sind ganz, ganz ehrlich besonders schön.

  2. Mehr als eine Antwort ( I II) ist toll. Man sollte sich die Zeit nehmen und die Fragen beantworten, wenn auch nur für sich selbst. Das ergibt Selbsterkenntnis und Impulse.

  3. Ich hab Teil 5 gesehen und dann die vorigen 4 entdeckt und hab dann gedacht, dass ich ja direkt alle von Anfang an lesen muss.. jetzt bin ich also beim 2. Teil gelandet und ich muss sagen diese Fragen sind besonders schön.. alle Fragen beantwortet und ich würd sie sogar öffentlich beantworten, aber das mach ich dann evtl beim letzten Teil.. 😀
    Hängen geblieben bin ich vor allem bei einer Frage hier (beim ersten Teil wars „Welches Ereignis hat dich geprägt?“) und zwar: „Wessen Hand hast du zuletzt gehalten?“ – Mir fiel sofort der Name ein, aber kennst du das, wenn nur ein einziger Gedanke dazu führt, dass du das Gefühl hat dir würde alles wehtun? :/ Ich werde jetzt die anderen Teile lesen und vllt fallen mir noch mehr Fragen auf, die mich noch mehr zum Nachdenken bringen.. 🙂

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