Ein Jahresrückblick – kulturell.

entstanden am 31.12.2010

Jetzt, in der Zeit zwischen den Jahren, in der alle auf ihr Jahr zurückblicken, möchte auch ich mir Zeit für einen kurzen Rückblick nehmen – einen kulturellen. Ich möchte ein paar Worte zu den Serien verlieren, die mein Jahr geprägt haben, zu den Büchern, die sich einen Platz in meinem Herzen gesichert haben, zu der handvoll Filme, die ich in diesem Jahr ansah.

Bücher:

  • Der Vorleser – Bernhard Schlink, 206 Seiten, Januar
  • No & Ich – Delphine de Vigan, 250 Seiten, Januar
  • Urlaub mit Papa – Dora Held, 316 Seiten Februar
  • Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier, 345 Seiten Februar
  • Evermore – Alyson Noel, 306 Seiten Februar
  • Saphirblau – Kerstin Gier, 395 Seiten Februar
  • Und im Zweifel für dich selbst – Elisabeth Rank, 200 Seiten März
  • Kismet Knight Vampirpsychologin – Lynda Hilburn, 459 Seiten März
  • Plötzlich Shakespeare – David Safier, 320 Seiten März
  • Achtung, Baby! – Michael Mittermeier, 259 Seiten April
  • Mieses Karma – David Safier, 282 Seiten April
  • Der Mann schläft – Sibylle Berg, 308 Seiten April
  • Vor mir der Tag und hinter mir die Nacht – Jakob Hein, 173 Seiten Mai
  • Ein geschenkter Tag – Anna Gravalda, 138 Seiten Mai
  • Die Glasglocke – Sylvia Plath, 261 Seiten Mai
  • Lila, Lila – Martin Suter, 344 Seiten Juni
  • Cold Water – Gwendoline Riley, 155 Seiten Juni
  • Carpe Diem – Autumn Cornwell, 378 Seiten Juli
  • Harry Potter and the Philosopher’s Stone – J. K. Rowling, 223 Seiten Juli
  • Bleib nicht zum Frühstück! – Susan Elizabeth Phillips, 445 Seiten Juli
  • Princess in waiting – Meg Cabot, 225 Seiten Juli
  • Princess in pink – Meg Cabot, 256 Seiten Juli
  • Princess in training – Meg Cabot, 268 Seiten August
  • Durch den Wind – Annika Reich, 329 Seiten August
  • Schweigeminute – Siegfried Lenz, 127 Seiten August
  • Das Wörterbuch der Liebenden – David Levithan, 211 Seiten August
  • Mit leerer Bluse spricht man nicht – Katinka Buddenkotte, 143 Seiten September
  • Ich bin dann mal offline – Christoph Koch, 270 Seiten September
  • Die Radleys – Matt Haig, 424 Seiten September
  • Das weisse Buch – Rafael Horzon, 216 Seiten September
  • Harry Potter and the Chamber of Secrets – J.K. Rowling, 251 Seiten September
  • Ruhm – Daniel Kehlmann, 202 Seiten September
  • „Nee wir haben nur freilaufende Eier – belauscht.de, 256 Seiten Oktober
  • Die Unperfekten – Tom Rachman, 400 Seiten Oktober
  • Ich habe Freunde mitgebracht – Lucy Fricke, 192 Seiten Oktober
  • Die Wahrheit über Alice – Rebecca James, 317 Seiten Oktober
  • Elchtest – Ein Jahr in Bullerbü – Gunnar Hermann, 361 Seiten November
  • Harry Potter and the Prisoner of Azkaban – J.K. Rowling, 317 Seiten November
  • Kolumnen – Sarah Kuttner, 423 Seiten Dezember
  • Mit nackten Händen – Simonetta Greggio, 155 Seiten Dezember
  • Jenseitsnovelle – Matthias Politycki, 125 Seiten Dezember
  • Rocktage – Dana Bönisch, 158 Seiten Dezember
  • Ich und Kaminski – Daniel Kehlmann, 173 Seiten Dezember
  • Erinnere dich, Elina Hirvonen, 160 Seiten Dezember

Dann gibt es noch einige Bücher, die ich bloß angelesen habe, aber erst irgendwann im neuen Jahr beenden werde. (Harry Potter 4 und Breaking Dawn, Tiere essen und ein Buch mit Geschichten über die Liebe.)

Serien:

Lost (Staffel 1-6) – Lost ist vielleicht die Serie, auf die ich immer gewartet. Die, die mich verändert hat. Die, die mich immer und immer wieder zum Nachdenken gebracht hat, die mich nicht loslässt, die ich so sehr liebe, dass ich ihr meine Facharbeit widme. Lost hat mir, ähnlich wie Harry Potter, so viel vermittelt und mit auf den Weg gegeben: Dass es wichtig ist, dass man zusammenhält. Dass man nicht aufgeben darf. Dass es auch in der dunkelsten Zeit Hoffnung gibt. Dass man jeden Tag nutzen sollte. Und dass es vielleicht doch so etwas wie Bestimmung oder Schicksal gibt. Vielleicht hat mich Lost ein wenig zur Frau des Glaubens gemacht, um da an den Locke-Jack-Konflikt anzuknüpfen. Lost hat mir in diesem Jahr alles bedeutet, vielleicht auch ein wenig alles in den Schatten gestellt, was ich je gesehen und geliebt habe, in der bunten Serienwelt. Ich werde bei Gelegenheit aber noch einen eigenen Artikel über Lost verfassen, das versprach ich der Plunderkerze. Und bin ich mir auch irgendwie selbst schuldig, vor allem, um das Finale zu … verarbeiten.

Fringe (Staffel 1) – Damals, als die Serie zum ersten Mal in Deutschland ausgestrahlt wurde, begann ich eigentlich schon zu gucken, blöderweise habe ich aber immer wieder mehrere Folgen verpasst und kam dann nicht mehr rein. Dieses Jahr habe ich mir die ersten beiden Staffeln auf DVD gekauft, die erste habe ich schon gesehen, bei der zweiten Staffel kam mir Lost in die Quere. Ich finde Fringe wirklich klasse, auch wenn ich glaube, dass mich da noch einiges erwartet. Fringe hat noch Potenzial nach oben, auch wenn ich es vermutlich nie so toll wie Lost finden werde. (Obwohl es ab einem gewissen Punkt fast eine ähnliche Sogwirkung entwickelt, man muss Fringe aber mehr Zeit dafür geben als Lost benötigte. Bei Lost wird man sofort entführt, was einfach daran liegt, dass Lost schon mit einer völligen Ausnahmesituation beginnt.)

One Tree Hill (Staffel 1-6) – One Tree Hill ist für mich in diesem Jahr ein Stück zu einem zweiten zu Hause geworden. Ich habe alle Staffeln im Frühling und Sommer auf Englisch gesehen und ich liebe es. One Tree Hill hat mich so oft zum Lachen und Weinen gebracht, mich so oft aufgefangen, wenn es mir nicht so gut ging. Ich rate aber dringend davon ab, es auf Deutsch anzusehen. Es gibt Serien, da macht die Synchronisation nicht viel aus (Lost, Gilmore Girls, Fringe) aber andere sollte man sich wirklich nicht auf Deutsch antun (One Tree Hill, Grey’s Anatomy).

Grey’s Anatomy (Staffel 1-5 auf DVD, Staffel 6 im Fernsehen, Staffel 7 im Internet) – Grey’s begleitet mich nun schon seit Jahren. Ich weiß, dass nicht alles gut ist, was Grey’s in den nun sechs vergangenen Jahren abgeliefert hat, aber ich bin trotzdem treuer Fan geblieben. Weil mich einfach interessiert, was aus all diesen Charakteren wird, wie sie sich weiterentwickeln. (Allen, die die 7. Staffel noch nicht kennen, sei gesagt: Zieht auch warm an. Sie hat einiges zu bieten. Ich sage nur: Angeltour. Ihr werdet schon sehen!) Die ersten fünf Staffeln habe ich in diesem Jahr im Rekordtempo mit meiner Mama auf DVD geguckt. (Sie liebt George und weigert sich gegenwärtig weiterzugucken, weil sie gelesen hat, dass er wirklich tot ist…) Im Januar geht es in Amerika mit dem zweiten Teil der 7. Staffel los. Ich bin gespannt.

The L Word – Welche Staffeln ich gesehen habe weiß ich nicht mehr so genau, zwei waren es aber bestimmt. (Staffel 3 und 4 wären es somit.) Ich mag die Thematik, ich mag Alice und Jenny, ich mag, dass The L Word anders ist – es ist eine dieser leisen Serien, die man mag, die aber nie zu der obsessiven Lieblingsserie wird, die man jedem weiterempfiehlt. The L Word passt auch nicht zu jedem. Man muss für die Thematik offen sein.

Samantha Who? – Süß und witzig, aber keine Serie, die man immer und immer wieder sehen möchte. Ich habe die erste Staffel gesehen, denke aber nicht, dass ich die DVD auf Dauer behalten werde, vermutlich vertausche ich sie bei tauschticket.

Filme:

Wie durch ein Wunder – Mit einer Freundin im Kino gesehen. Nicht wirklich mein Film, mein Genre, meine Thematik. Kann außerdem Zac Efron als Schauspieler nicht ernstnehmen. Die Schauspielerin, die seine Freundin gespielt hat, war ganz nett. Die Geschichte allerdings war betont rührselig, es gab viel zu viel Tod, Dramatik und das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen.

So spielt das Leben – Süß. Katherine Heigl mag ich außerhalb von Grey’s Anatomy als Schauspielerin sehr gerne und die Rolle passte sehr gut zu ihr. Empfehlenswert für alle, die mal wieder eine Komödie sehen wollen, die ein paar Ecken und Kanten hat, die eine tolle Geschichte erzählt, die einen gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt. Und die kleine, niedliche Kinder am liebsten vom Fleck weg adoptieren würden.

Keinohrhasen – Ich war schätzungsweise die letzte, die den Film noch nicht gesehen hatte. Dabei lohnt er sich. Nora Tschirner finde ich sowieso sehr toll (wusstet ihr, dass sie in der 3. Staffel Doctor’s Diary, die am 5. Januar losgeht, mitspielen wird? ♥) und in Kombination mit Til Schweiger (den ich nur als Schauspieler, nicht als Person, mag) und all diesen knuffigen Kindern rührt er einen und bringt einen zum Lachen. Werde im neuen Jahr die Fortsetzung anschauen.

Elizabethtown – Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, definitiv eine, die mich bewegt. Die Hauptdarsteller passten leider aber nicht so gut in die Rollen, Orlando Bloom wirkte seltsam überfordert, Kirsten Dunst hat mir auch nicht so gut gefallen wie in anderen Filmen. Aber die Geschichte ist wirklich, wirklich gut, ich empfehle ihn also auf jeden Fall weiter.

Harry Potter 1-6 – Harry. Natürlich. Angucken, immer und immer wieder. Eine Welt, die wir vermutlich alle gerne selbst erkunden würden.

Twilight 1-3 – Na ja. Irgendwie na ja. Der erste Teil geht, den zweiten konnte ich überhaupt nicht leiden (zu viel nackter Jacob) und der dritte Teil war okay. Aber großes Kino sind sie alle nicht.

Tatsächlich … Liebe – Erstaunlich unkitschiger Weihnachtsfilm. Wäre die Weihnachtszeit für mich weniger emotional und hart gewesen, hätte er mich vielleicht sogar ein klein wenig mit Weihnachten aussöhnen können, da er zeigt, dass es bei Weihnachten nicht unbedingt um religiöse Aspekte und Geschenke gehen muss, sondern um das Ankommen und Hingehören. Um Selbstfindung. Weiteres Plus: Hochkarätige Darsteller, innovative Erzählweise. Auch ein toller Weihnachtsfilm: Liebe braucht keine Ferien. Ich sah ihn allerdings im vergangenen Sommer…

Hangover – Gerade eben noch gesehen. Absolut empfehlenswert. Auch wenn ich eigentlich nicht so der Typ für seltsame Männerfilme bin – dieser hat echt Stil. Ein Baby namens Ben, nein, Carlos, nein, Tyler, ein Tiger im Badezimmer, ein verschwundener Bräutigam, ein Polizeiwagen, die Sache mit der Stripperin und ein völliger Filmriss. Göttlich!

Ansonsten war ich auch noch im Theater, mit dem Deutsch-LK. Der Prinz von Homburg. War so mittelmäßig.

(Bild via.)

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5 Comments

  1. Schön, dass du dich an den LOST-Artikel erinnerst 😉
    Wie hat dir das Vampirpsychologinnen-Buch gefallen? Das habe ich bei mir derzeit noch ungelesen im Regal stehen.
    Liebe Grüße
    Lisa

    1. Die wirklich wichtigen Dinge vergesse ich nie. 😉

      Das Vampirpsychologinnenbuch fand ich ganz okay, aber wirklich vom Stuhl gerissen hat es mich jetzt auch nicht, weil es mir an einigen Stellen zu dramatisch, aufgesetzt und angestrengt erschien. Ich erinnere mich, irgendwo 2 von 5 Sternen vergeben zu haben.

  2. Ich glaube, da ist ein Tippfehler, die Dame heißt doch Anna Gavalda..?

    Ach, „Mit leerer Bluse spricht man nicht.“
    Ich fand es großartig! Gut zum Verschenken.
    Und ich hasste Natascha mit Inbrunst.

    Schaust du alle Serien auf DVD?
    Und wenn, kaufst du sie dann selber?

    1. Stimmt, da ist mir ein Tippfehler unterlaufen – sie heißt selbstverständlich Gavalda.

      „Mit leerer Bluse spricht man nicht“ hat mir ganz gut gefallen, war insgesamt aber kein Lieblingsbuch.

      2010 habe ich das meiste wirklich auf DVD geschaut – außer Grey’s Anatomy Staffel 7, die sah ich im Internet. Dieses Jahr werde ich definitiv mehr im Internet anschauen, weil es einiges was ich sehen will noch gar nicht auf DVD in Deutschland gibt. (Gerade habe ich mit „V“ begonnen. Großartig.) Die DVDs im vergangenen Jahr habe ich zum größten Teil selbst gekauft, ein paar habe ich aber auch geschenkt bekommen.

  3. Gott, wie ich Jahresrückblicke liebe! So viel Inspiration.

    ein geschenkter tag von Anna Gavalda habe ich geliebt, liebe ich immer noch, und werde ich auch immer lieben. Ich hab draußen im Garten gelegen und es war Sommer und hach… Es hat so gut gepasst.
    So ein Serienmensch bin ich leider nicht – Lost hat mich nie vom Hocker gerissen, und dabei liegt die gesamte erste Staffel zu Hause.

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