2010. Ein Rückblick.

1. Zugenommen oder abgenommen?

Weder noch. Seit Jahren gleichbleidend, bin auch seit der achten Klasse nicht mehr gewachsen. (Aber immerhin 1.76 groß geworden.)

2. Haare länger oder kürzer?

Das mit den Haaren und mir war 2010 so eine Sache, ähnlich wie 2009 auch schon. Im Februar 2009 ließ ich sie mir aus „Ich will mich verändern“-Gründen zu einem Bob schneiden, was mir zwar stand, auf Dauer vermisste ich dann aber doch im Sommer schon meine langen Haare und irgendwann stand fest, dass ich sie mir wieder wachsen lassen würde. Aber lasst mal einen Bob wachsen, das ist eine dieser Arschloch-Aktivitäten. Ab einer gewissen Länge stehen sie im Nacken ganz seltsam ab und alles sieht doof aus. Na ja. Da habe ich mich längenmäßig drüber hinweggequält, Ende 2009/Anfang 2010. Irgenwdann im Sommer war dann sogar mal wieder an sowas wie eine Frisur zu denken, ich konnte sogar erstmals einen Dutt tragen. Da die Haare vom Färben aber total kaputt waren, schleppte ich mich im Sommer zum Friseur und ließ sie ein wenig kürzen und stufig schneiden, was damals auch eine ganz gute Idee war, sich aber als etwas unklug herausstellte, als es um das Herauswachsenlassen der Stufen ging. Ich beschloss zudem im Spätsommer mit dem Färben aufzuhören und lief zum Ende des Jahres mit einem ungefähr vier bis fünf Zentimeter großen blonden Ansatz herum, während der Rest der Haare immer noch ein schönes rotbraun ziert. (Dem ich wohl ewig hinterhertrauern werde, sobald es mal gänzlich herausgewachsen ist, was zwecks Haare länger wachsen lassen wohl noch sehr lange dauern wird.) Im Dezember war ich nochmal beim Friseur und ließ die kaputten Spitzen beseitigen und die Friseurin irgendetwas seltsames mit meinem Pony anstellen, was aber Dank eines schnell wachsenden Ponys mittlerweile fast nicht mehr sichtbar ist. Fast. 2011 sollte auch für meine Haare ein besseres Jahr werden. Ja. Um auf die Frage zurückzukommen: Die Haare waren definitiv länger, aber es musste trotzdem immer mal ein Stück Haare dran glauben.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Etwas kurzsichtiger, aber weiterhin glückliche Kontaktlinsenträgerin.

4. Mehr Kohle oder weniger?

Ungefähr gleich geblieben. Vielleicht etwas mehr.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?

Weniger, würde ich sagen. 2011 darf das aber gerne noch weniger werden. (Immerhin habe ich ab Mai 2010 nur noch sehr wenig Bücher gekauft und im gesamten Jahr 2010 auch nicht viele Klamotten. Geld ausgegeben habe ich meistens eher für DVDs.)

6. Mehr bewegt oder weniger?

Zum Ende des Jahres ein wenig mehr, insgesamt war ich aber gleichbleibend faul. Die Anmeldung zur Aerobicgruppe ist allerdings beschlossen. Und für Yoga habe ich mich auch angemeldet.

7. Der hirnrissigste Plan?

Gab es einen? Ich weiß nicht. 2010 war eigentlich ein recht „planloses“ Jahr. Und die paar Pläne, die ich gemacht habe, waren nicht hirnrissig, sondern machbar oder gar sinnvoll.

8. Die gefährlichste Unternehmung?

Ähnlich wie beim vorherigen Punkt: 2010 war kein besonders experimentierfreudiges Jahr, ich setze da auf 2011.

9. Die teuerste Anschaffung?

Mein Auto.

10. Das leckerste Essen?

Ich bin ja nicht so der Essensmensch – mein Lieblingsessen ist Salat in den verschiedensten Variationen, was vermutlich viel über mich aussagt. Ansonsten habe ich oft sehr, sehr gute Bruschetta gegessen. Im Dezember gab es aber viele leckere Getränke: Wir haben einen Kaffeevollautomaten angeschafft und ich bin im Prinzip per Infusion mit ihm verbunden.

11. Das beeindruckendste Buch?

Viel tolles gelesen (siehe vorheriger Post), deswegen ist es schwierig, ein einziges Buch rauszusuchen.

12. Der ergreifendste Film?

Ich bin ja nicht so der Film-Typ. Zum Ende des Jahres habe ich einige Filme gesehen, wenn ich zu Beginn des Jahres auch welche gesehen habe, so habe ich das leider vergessen. Gut gefallen haben mir aber „Keinohrhasen“ und „Up in the Air“. Vorsatz für 2011: Mehr Filme.

13. Die beste CD?

Bei Musik muss ich ja auch immer eher passen. Höre primär Radio, habe einen MP3-Player in meiner Schreibtischschublade, der langsam zustaubt und 2010 keine einzige CD gekauft. Gehört habe ich aber oft das Album von Razorlight, von dem ich aber nicht einmal den Titel nennen könnte. Das befindet sich nämlich in meinem Autoradio.

14. Das schönste Konzert?

Ich war bei Fettes Brot, aber nicht weil ich Fan bin, sondern weil ich einen Artikel darüber geschrieben habe. War so mittelmäßig, einfach nicht meine Musik. (Obwohl ich nichtmal definieren kann, was „meine“ Musik ist.)

15. Die meiste Zeit verbracht mit …?

… Serien, fürchte ich. Vor allem One Tree Hill und Lost. Jeweils 6 Staffeln. Und viel mit meiner Mutter.

16. Die schönste Zeit verbracht mit …?

… meiner Familie. Wirklich. Auch wenn sie letzten Monate des Jahres gezehrt haben, war es wichtig, dass ich da war, auch am Ende.

17. Vorherrschendes Gefühl 2010?

Irgendwo zwischen Glückseligkeit und Depression.

18. 2010 zum ersten Mal getan?

Aus der Kirche ausgetreten. Kanu gefahren. Taxi gefahren. Obsessiv bei tumblr durch all die umwerfenden Serienblogs gestöbert. Zeitnahe eine Serie auf Englisch gesehen. LKs gewählt und LK-Klausuren geschrieben. Den letzten Schultag meines Lebens schwarz auf weiß gesehen (30.03.2012). Zum ersten Mal kontinuierlich an ein und derselben Geschichte geschrieben. In der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie gewesen (nein, nicht als Patientin). Einem Menschen so bewusst beim Sterben zugesehen und hilflos festgestellt, nichts tun zu können. An meinem Geburtstag bei einer Beerdigung gewesen. Alleine Auto gefahren.

19. 2010 nach langer Zeit wieder getan?

Mhm. Vielleicht in der Kirche gewesen? War ich vor der Beerdigung im Dezember bestimmt seit fünf Jahren nicht mehr. Und es war auch definitiv das letzte Mal.

20. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

September bis Dezember 2010. Dieses Monate umfassen mehr als drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können.

21. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Sämtliche Freunde und Bekannte davon, wie genial Lost ist. Im Ernst, ich bin zum Lost-Missionar mutiert. Vermutlich gehe ich bald von Tür zu Tür und predige Lost-Philosophien und werde so gefürchtet sein wie die Zeugen Jehovas.

22. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Wir können hier jetzt über Materielles debattieren, aber eigentlich waren die tollsten Dinge, die ich dieses Jahr bekam, sehr persönliche Geburtstagsgeschenke (Briefe und ein tolles Gedicht zum Beispiel).

23. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Ich bin stolz auf dich.“ Und: „Du bist eine gute Freundin.“ (Der kam überraschend.)

24. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Du bist nicht alleine.“

25. 2010 war mit einem Wort …?

Eine Achterbahnfahrt.

(Bild via.)

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6 Comments

  1. Ach. Du bist so… süß. (Ja, okay, niemand will süß sein, aber so sieht’s nun mal aus.) Danke für das Angebot. Ich befürchte nur mal wieder (Komplexe galore!), dass ich mich für dich als ganz furchtbar herausstellen würde. (Ich lache wie eine 3-Jährige, aber nicht auf die gute Art… Und ich rede schnell. Und viel Müll. Wenn ich etwas echt mag, richtig mag, und das geht schnell bei mir, dann kann es der andere vergessen, auszureden oder vor den nächsten 5 Minuten ein Wort zu verlieren. Mir ist das alles sehr deutlich bewusst, aber im Eifer des Gefechts bin ich hirnlos. Aber, ach, vielleicht kann ich die Angst, ein möglicherweise gutes Bild von mir zu zerstören, überwinden. Vielleicht bald.)

    Und diese Geschichte mit dem Mädchen, mit dem man immer telefoniert hat und… ja. Sie war meine beste Freundin. Dann fand sie heraus, dass ich scheiße bin. Und jetzt redet sie nicht mehr mit mir. Wir haben über alles mögliche geredet und wir hatten nienienie die selben Interessen, Meinungen, whatever, aber es ging… Gut sogar! Und jetzt hast sie Freunde, die mögen, was sie mag, die Katy Perry hören (wenn sie mal eine CD kaufen) und Tiere lieben und Mode immer, unter allen Umständen, für tussig halten und im Vogelpark aushelfen und immer noch nicht das Wort „Penis“ sagen können und gerne Filme wie „Neu verföhnt“ sehen und… arg! Die alles sind, was ich nicht ausstehen kann. Und dann hat sie angefangen, Dinge zu sagen, die man nicht zurücknehmen kann, Sätze sind gefallen, die jegliches Vertrauen mit in die Tiefe gerissen haben und man hing am Hörer und konnte nichts sagen, weil es nichts mer zu sagen gibt. Und das hat wirklich weh getan. Weil sie mich immer ablenken konnte und ich vermisse sie und ich werde nie wieder das bekommen, was wir hatten. Aber ich komme darüber weg.

    Und irgendwann, Alex, habeb wir eine beste Freundin, haben wir eine Christina! Eine Person! Und wenn nicht haben wir ja noch Lost.

    Jeden Falls, ich bin dir sehr dankbar für das Abngebot… Manchmal hilft es schon, zu wissen, dass man nicht allein ist.

  2. mir bleibt einfach nichts anderes zu sagen als „du bist so unglaublich talentiert und begabt im Schreiben“ und ich bin wirklich froh darüber, dass du das auf deinem Blog zum Ausdruck bringst, denn ich lese deine Texte wirklich gern!

  3. ich bin vor ein paar Tagen über deinen Blog gestolpert, hab ihn gelesen und muss sagen dass ich ihn toll finde. So toll, dass ich mir die Fragen für diesen Beitrag ausgeliehen hab um meinen ersten eigenen Rückblick zu schreiben. Hoffe das wird nicht zu sehr als Kopie aufgenommen, eher als Inspiration! 🙂

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