Wie viele Montage noch?

Ein bisschen ist das Ende ja jetzt in Sicht. Ein bisschen ist da dieser Lichtstreif am Horizont. Das „Es hat ein Ende“-Murmeln wird ein Ende haben. Bald. Alles begann damit, dass da dieses Datum war. Der 30. März 2012. Dass zum ersten Mal jemand schrieb, wann es endlich vorbei sein würde. Und dann rechnete es jemand aus, rechnete aus, wie oft noch und dann steht da plötzlich 264 Tage und ein bisschen dreht man ja schon durch, obwohl man sich das nie eingestehen würde. Ein bisschen Angst habe ich ja davor, dass bald jemand auf die Idee kommt auszurechnen, wie viele Montage es noch sind und wie viele Freitage. Wie viele Wochenenden und wie viele Ferientage.

Nach einem mehrjährigen Hinkommenwollen wird man ja wohl ein bisschen Fracksausen vor dem Ankommen haben dürfen.

Weil man nicht weiß, was nach dem Ankommen auf einen wartet und weil man immer nur mit dem Hinkommen beschäftigt war. Hinkommen mit Netz und doppeltem Boden, eingehüllt in einen sicheren Kokon der Wägbarkeiten. 13 Jahre um hinzukommen ist eine lange Zeit. In 13 Jahren wächst man, an den Herausforderungen und den Niederlagen, an den daraus resultierenden Lektionen und nicht zuletzt an sich selbst. 13 Jahre sind aber auch endlos, ab einem gewissen Punkt befindet man sich in irgendeiner seltsamen Schleife, in Automatismen, wiegt sich in der Sicherheit, dass das ewig so weitergehen wird, dass es doch gar kein Ende geben kann, weil es doch irgendwie schon immer so war wie jetzt. Wie gerade jetzt.

Und dann ist es vorbei.

(Bild via.)

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2 Comments

  1. Es wird gut werden. Anders und fremd und zu Beginn vielleicht sperrig, einschüchternd und etwas bedrohlich, aber es wird gewiss gut werden.
    Solange Du ganz bei Dir bist und weißt, was Du willst und Dein Ziel siehst, brauchst Du Dich nicht davor zu fürchten.
    Und – wenn Du mir diese Bemerkung gestattest – nach diesem einen „großen“ Ankommen folgen noch viele, sehr viele weitere Ankommen mit mindestens ebensovielen daran anschließenden Neustarts.
    Bei späteren Umbrüchen bist Du nur manchmal in der Lage, selbst darauf Einfluss nehmen zu können und nicht von einem Kalenderdatum getrieben zu sein.

  2. Mein erstes „Ankommen“ ist nun drei Jahre her und es fühlt sich an, als wäre es in einem ganz anderen Leben gewesen. Selbst das zweite „Ankommen“ nach dem Studiumsende im Sommer ist für mich Lichtjahre entfernt, obwohl es erst 5 Monate her ist. Und jedes Mal ist ein kleines Leben im großen Leben zuende gegangen und ein neues hat begonnen. Im Nachhinein fühlt es sich merkwürdig an, aber in dem Moment, wo sich die kleinen Leben die Hand gegeben haben, war es ganz natürlich.
    Ich wünsch dir schon mal ganz viel Glück – genieße es und sammle Erinnerungen!

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