8 Fragen und 8 Antworten.

Eigentlich bin ich ja nicht so die Tag-Tante und erzähle insgesamt nicht so viel über mich, aber da mir die Fragen gefielen, die Tanja von Delight for Photography stellte, habe ich mich spontan dazu entschieden, das Stöckchen aufzufangen und die acht Fragen zu beantworten.

1) Was ist dein allergrößter Traum?
Ein Buch zu veröffentlichen. Ein Buch, das ich geschrieben habe und das Leute für ein paar Stunden in seinen Bann ziehen und unterhalten kann. Ein Buch mit ganz viel Herzblut und einer persönlichen Widmung und einer Danksagung. Inklusive Lesungen und einer Lesereise durch kleine Ortschaften, von denen noch nie ein Schwein gehört hat. Interviews mit kleinen Zeitungen. Das volle Programm eben. Und irgendwann auf mein Leben zurückblicken und sagen können: Es ist nicht perfekt, aber ich würde alles nochmal so machen.

2) Was machst du lieber? Lesen oder schreiben? Fotografieren oder fotografiert werden?
Ich lese gerne, aber ich schreibe noch lieber – weil es so etwas Machtvolles ist, selbst mit Worten neue Welten zu erschaffen. Ich bin leider eher eine mittelmäßige Fotografin und mir fehlen die Motive, also momentan eher fotografiert werden. (Auch wenn es aus den letzten Jahren irgendwie nicht wahnsinnig viele Fotografien von mir gibt.)

3) Was würdest du studieren? (Wenn du es dir nochmal aussuchen könntest, wenn du die Möglichkeit dazu [jetzt] schon hättest, etc.)
Weiß ich nicht so recht – irgendwas, das mich interessiert, das mit Büchern und Kultur zu tun hat, mir gute Einstiegsmöglichkeiten in den Journalismus bietet. Auf jeden Fall mindestens zwei Sachen – Literatur und Philosophie oder Poltikwissenschaften oder Kulturwissenschaften oder Film- und Theaterwissenschaften. Oder so. Da habe ich mich noch nicht festgelegt und werde mich auch vorher noch ausführlich beraten lassen und informieren.

4) Was für Schmink-Produkte benutzt du bzw. für welche „Anlässe“ schminkst du dich?
Ich benutze selten mehr als ein bisschen Wimperntusche, zu besonderen Feiern aber auch mal etwas Puder und Rouge. (Höchsten vier oder fünf Mal im Jahr.) Ich habe reine Haut und so gut wie nie Pickel, also ist mehr nicht nötig. Und mit meinen Augenringen habe ich zu leben gelernt. Ansonsten liebe ich aber Beautykram – Cremes und Naturkosmetikshampoos, Gesichtsmasken und Waschgel… Mein Badezimmerschrank Platz aus allen Nähten.

5) Wähle eines dieser drei Themen und begründe, warum du dich am meisten dafür interessierst. Mode – Fotografie – Musik
Eigentlich keines. Mode hat mich ca. zwei Jahre sehr stark in Beschlag genommen (ich bin ja über das Modebloggen hierher gekommen), aber das hat ganz stark nachgelassen. Ich passe nicht in Kleidchen und High Heels, sondern in Jeans und Sneakers. Ich bin zwar kein Anti-Mädchen mit Kurzhaarschnitt und maskulinem Gang, aber Mode spielt keine überdimensional wichtige Rolle in meinem Leben. Fotografie ist wichtig, ich schaue mir gerne schöne Bilder an und erfinde Geschichten dazu, aber selbst fotografiere ich nur sehr selten. Und Musik konsumiere ich zwar täglich, aber in Maßen. Ich bin kein Mensch, der sich 24 Stunden von Musik beschallen lässt und sie zum Überleben zwingend braucht. Ich hätte der Kette gerne Literatur und Serien hinzugefügt, dafür interessiere ich mich nämlich eigentlich am meisten.

6) Was ist deine Lieblingsjahreszeit und warum?
Ich liebe den Herbst. Ich liebe den Herbst, weil die Blätter von diesem in der Natur viel zu präsenten Grün in die Farben Gelb und Rot wechseln und alles so sehr nach Aufbruch riecht, nach Veränderung. Das erste Herbstgewitter, das erste Mal wieder eine Jacke anziehen und einen Wollschal um den Hals schlingen. Die erste Erkältung, inklusive tagelangem im Bett liegen und DVDs gucken. (Doctor’s Diary, immer Doctor’s Diary.) Schokolade essen und Kakao trinken. Wollsocken und -decken. Abends eher dunkel. Stiefel tragen. All das. Deswegen liebe ich den Herbst.

7) Warst du schon einmal auf einem Festival? Oder auf einem Einzelkonzert?

Ich war letztes Jahr beim Big Day Out in Anröchte, habe darüber für die Zeitung, für die ich schreibe, berichtet. Ansonsten bin ich nicht so die Konzertgängerin, obwohl ich unbedingt mal ein großes Festival besuchen möchte, so richtig mit Zelten und allem drum und dran. Im August höre ich mir Fettes Brot an, die mag ich zwar nicht so gerne, aber ich schreibe auch da drüber. Und vielleicht sind sie live ja doch ganz gut und mitreißend.

8 )Was hältst du von Facebook und Co? Ist dir deine Privatsphäre wichtig? Auch deinen Blog betreffend?
Ich sehe das nicht so wahnsinnig eng, ich twittere und blogge zwar unter Pseudonym, aber das sind alles Dinge, unter die ich jederzeit meinen Namen setzen würde, mit dokumentenechter Tinte. Das werde ich gewiss auch eines Tages tun, wenn vielleicht gerade mein erstes Buch erscheint und es plötzlich Menschen gibt, die mich aus reinem Interesse bei Google eingeben. Meine Texte geben nicht wirklich viel über mich preis, ich schreibe hier nicht düster über mein Seelenleben, sondern teile mein Gedankengut mit euch und Geschichten, die nur oberflächlich mit mir zu tun haben – ich bin die Schöpferin, aber der autobiographische Anteil ist gering. Bezüglich Facebook: Ich bin da zwar, aber eigentlich nur so halbherzig. Um auf Schulkontakte zurückgreifen zu können, wenn es um ein Referat geht, zum Beispiel. Oder um mit Freunden aus anderen Ländern in Kontakt bleiben zu können. Ich habe bei dem Sicherheitseinstellungsdingens alles so sicher wie möglich eingestellt und was die letztlich mit meinen Daten anstellen, weiß ich nicht und ist mir jetzt auch nicht so wahnsinnig wichtig. (Weil es da eben keine Fotos von mir im Bikini gibt (nicht einmal ein einziges RL-Foto gibt es da von mir) und ich auch nicht irgendwelche Dinge veröffentliche, die negativ auf mich zurück fallen.) Ich habe vor einer Weile gelernt, wie der richtige Umgang mit dem Internet funktioniert und wie viel man teilen kann, ohne Gefahr zu laufne, zu viel von sich Preis zu geben. So, wie es jetzt ist, bin ich zufrieden: Ich gebe nicht zu viel, aber eben auch nicht zu wenig preis, letzteres wirkt ja schnell sehr unpersönlich und ich finde, dass die Leser eines Blogs es auch verdienen, die Bloggerin dahinter ein wenig zu kennen.

Da mir die Fragen gefallen haben, denke ich mir keine neuen aus – und taggen werde ich auch niemanden. Wer möchte, der kann natürlich gerne die Fragen auf seinem Blog beantworten und hier verlinken.

(Bild via.)

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1 Comment

  1. gerade weil du nicht unbedingt ein tag-fan (kann man das so sagen?) bist, freut es mich umso mehr, dass du meine fragen beantwortet hast 🙂
    fand die antworten auch sehr interessant! frage fünf sollte nicht ganz so oberflächlich klingen, wie sie es vielleicht tut. ist mir jetzt erst aufgefallen, dass ich ein so wichtiges thema wie „literatur“ auch in die liste aufnehmen hätte können. ich selbst lese nämlich auch irre gerne 🙂
    also vielen dank nochmal für deine antworten!
    alles liebe 🙂

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