Aus meiner Kindheit.

Es ist an der Zeit für eine neue Kategorie – das hat es nicht mehr gegeben, seit es diesen Blog gibt, wenn ich ehrlich bin. Die neue Kategorie heißt Kindheit und entsteht nur, weil meine Mutter sich früher die Mühe gemacht hat, alle Sprüche und Aktionen, die ich als Kind so gebracht habe, in einem schwarz-roten Notizbuch festzuhalten. (Ich bin mir sicher, dass sie eine dieser Blogmuttis gewesen wäre, wenn ich jetzt geboren worden wäre.)

Manchmal frage ich mich, wie viel ein Kind bewusst aus seiner Kindheit behält, was wirklich prägt, was man vielleicht nie vergessen wird, was man später mal den eigenen Kindern erzählen wird, insofern man denn welche haben wird. (Ich habe da immer noch nicht ganz drüber entschieden. Das ist gar nicht leicht.)

Eine meiner frühesten Erinnerungen müssen die mit einem Opa sein, der starb, im August ’96, als ich 3 1/2 war. Ich erinnere mich an eine Situation gestochen scharf, an eine Situation mit meinem Cousin (der vier Monate jünger ist als ich) und meinem Opa und mir. Ich war als Kind unglaublich verfressen (und getrunken habe ich auch kontinuierlich, es gibt ein Video aus meiner Kindheit, auf dem in jeder Szene mein lilafarbener Kindertrinkbecher zu sehen ist, aus dem ich auch immer wieder trinke, live sozusagen), mein Cousin war eher ein zögerlicher Esser. Wir saßen im Esszimmer, im Haus meiner Großeltern, und mein Opa wollte meinen Cousin zum Essen animieren, indem er so getan hat, als wolle er uns das Butterbrot klauen. (Als wäre das bei mir nötig gewesen. Wie gesagt: Ich aß immer.) Eigentlich ist das nur eine ganz alltägliche Szene, nichts Spektakuläres, nichts, was irgendwie geprägt hätte, aber es da und dass ich mich erinnere, wird schon seine Berechtigung haben.

Also: In Kürze folgen andere Kindheitserinnerungen. Kindheitserinnerungen, die meine Mutter für mich gesichert hat. Danke dafür.

(Bild via.)

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4 Comments

  1. Sorry, dass ich deinen Blog so selten kommentiere, obwohl ich doch (fast) immer mitlese.
    Aber das hier musste ich spontan loben.
    Das ist eine wahnsinnig tolle Sache, die deine Mutter da gemacht hat. Ganz ehrlich: Kompliment.
    Ich habe mir immer gewünscht, solche Dinge zu haben. Es gibt zwar viele Fotos, aber kein einziges Video und keine lustigen Sprüche – nur eines hat meine Mutter von mir aufgehoben, eine Geschichte(sie ergibt keinen Sinn und ist schrecklich „illustriert“ und enthält unendlich viele Rechtschreibfehler)… mehr leider nicht. Ich war das dritte Kind, da bekommt man nicht mehr so viel Beachtung wie das erste. 😉 Und vor allem: Sie bringt ständig Dinge durcheinander. Keine Ahnung, ob in ihren Erzählungen die handelnde Person wirklich ich bin oder einer meiner Brüder. *g*
    Jedenfalls: Ich finde das von deiner Mutter echt toll und ich würde gerne mehr davon lesen!

  2. Ich wollte dir auch sagen wie sehr ich die Arbeit deiner Mutter beneide & wertschätze. Die Person über mir hat es aber schon gesagt, und das mehr als treffend. Ich bin mir sicher, dass du viel Freude an den Erinnerungen hast.

  3. Sehr süße Idee deiner Mama und eine tolle Kategorie für den Blog.
    Wäre schön, wenn du noch einige weitere Artikel über deine Kindheits schreibst. Ist sicher unterhaltsam. 🙂

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