Vor dem Fenster ist das Leben.

Grew up in a small town
And when the rain would fall down
I’d just stare out my window
Dreaming of what could be
And if I’d end up happy
I would pray (I would pray)

Trying hard to reach out
But when I tried to speak out
Felt like no one could hear me
Wanted to belong here
But something felt so wrong here
So I’d pray I could break away

I’ll spread my wings and I’ll learn how to fly
I’ll do what it takes till I touch the sky
And I’ll make a wish
Take a chance
Make a change
And breakaway

– Breakaway, Kelly Clarkson –

Sitzen und abwarten, sitzen und abwarten, verschieben und warten, hoffen und planen. Später spann, irgendwann. Immer später. Das Pulsieren der Großstadt will man hören, dann. Wenn man in seinem Zimmer sitzt und der Regen gegen die Scheibe schlägt und es donnert und blitzt, dann ist es okay. Dann ist es für eine Weile okay. Man sieht aus dem Fenster und alles verschwimmt, der Donner ist beeindruckend laut, die Blitze zucken über den Himmel und man fühlt sich geborgen, irgendwie. Hinterher, da liegt noch der Geruch von Regen in der Luft und es ist immer noch okay. Doch der Geruch geht und damit auch das Sichokayfühlen. Irgendwann ist alles beim Alten. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern zu laut und man passt nicht herein. Der Lärm fehlt und das Hupen, das „Passen Sie doch auf, Sie Vollidiot!“-Geschrei des Radfahrer und das Lachen der Teenager, die gerade das Einkaufscenter verlassen. Paare, die sich auf offener Straße anschreien oder küssen, als hätten sie kein Zuhause. Was sie vielleicht auch nicht haben. Wenn die Sonne scheint und die Idylle regiert, dann fehlt alles. Vor allem man selbst.

2012 wird sich alles verändern – das ist ja jetzt, hier und heute und zwei Jahre vorher ein sehr schöner Gedanke, aber wie sollen diese zwei Jahre bloß herumgehen? Und wird sich 2012 wirklich alles verändern? Verändern zum Positiven oder zum Negativen? Zum Positiven UND zum Negativen? Vielleicht werde ich eines Morgens aufwachen und aus dem Fenster meiner Großstadtwohnung blicken und das Leben toben sehen, nach dem ich mich einst sehnte und feststellen: Das ist es nicht. Das ist es nicht, was mich glücklich macht. Wie soll es dann weitergehen? Was ist dann der Plan? Gibt es einen?

(Bild via.)

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4 Comments

  1. Schöner Text, und so nachvollziehbar. ;o) Mit dieser Ungewissheit müssen wir wohl leben… Aber eigentlich find ichs auch ziemlich spannend.

    es grüßt dieJenny

  2. Es kann sich noch viel verändern.
    Halt sich nicht daran fest, unbedingt sofort nach dem Abi abhauen zu wollen.. erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

  3. Pläne…Hm. ich denk da immer an den Joker. (ja, ich weiß dass das ein hau-bum-steroid-film ist, aber ich mag den joker^^)
    „Die Polizie hat Pläne, Batman hat Pläne…Ich hab keine Pläne. Ich bin ein Hund der einem Auto hinterher rennt. Ich wüsst nicht was ich tun soll wenn ich eins krieg!“
    So ähnlich fühl ich das auch. Pläne sind schön,sie geben Sicherheit, sie machen dass man sagen kann „DA will ich in 5 Jahren sein!“. Ich sage nur „Ich möchte in 5 Jahren noch gesund sein.“ Den Rest lass ich einfach passieren. Living the dream.

  4. Der Plan ist gut. Ich finde ihn gut. Ich… habe nicht mal einen Plan. Du warst immer so sicher. Aber ich kenne das… Man schaut aus dem Fenster in das Nichts. Und man will schreien. Und heulen und durchdrehen. Und man tut es auch und danach diese Erschöpfung, die sich lebendiger und echter anfühlt als jede Energie, die man jemals gespürt hat – darauf kommt es an. Ob man sich gut oder besser fühlen möchte. Ich möchte mich besser fühlen. Ich habe keine Ahnung, wie dein Weg aussieht. Aber ich denke, Optionen zu haben, ist ein Anfang. Und ich denke auch, es wird unser restliches Leben darum geben, ob wir riskieren. Ob wir uns gut fühlen wollen oder das Risiko eingehen, uns schlecht zu füheln – es könnte ja aber auch besser werden.

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