Das ist nicht Amélie.


(Entschuldigt die schlechte Qualität des Trailers, einen besseren konnte ich leider nicht finden.)

Inhalt: Verzweifelt, geradezu besessen liebt die junge Kunststudentin Anglique den verheirateten Arzt Loc. Aber dessen Frau erwartet ein Kind und für eine Zukunft mit Anglique scheint kein Platz in seinem Leben. Heimliche Treffen, einsame Nächte und tagelanges Warten sind offenbar alles, worauf sie hoffen darf – so hat es den Anschein. Doch plötzlich gerät Locs geordnetes Leben aus den Fugen Seine Frau verlässt ihn nach einer Fehlgeburt, eine Patientin verklagt ihn wegen tätlichen Angriffs. Mysteriöse Anrufe, anonyme Briefe und makabre Päckchen versetzen ihn in Angst und Schrecken. Und schließlich wird er des Mordes an einer Patientin verdächtigt. Wer ist der Schlüssel zu dem unheimlichen Komplott? Und warum ist ausgerechnet die unschuldige Anglique die Einzige, die ihm jetzt noch helfen kann …?

Bewertung: Ein Film, der mich 100 Minuten lang völlig gefesselt hat und vollkommen verstört auf der Couch zurückließ. Es fällt schwer, eine Bewertung für diesen Film zu schreiben, da eine differenzierte Bewertung zu viel von der Handlung verraten würde und ich finde, der Zuschauer sollte mit einer gewissen Unwissenheit auf diesen Film losgelassen werden, da die Wirkung so eindrucksvoller ist, mit mehr Nachhall und Emotionen. Die Rolle der Psychopathin weiß Audrey Tautou auf überzeugende Art und Weise auszufüllen, ich wage sogar zu behaupten, sie spielt die restlichen Schauspieler gnadenlos an die Wand, die irgendwie alle schemenhaft, austauschbar bleiben. Mir haben sowohl Drehbuch, als auch Grundaufbau, der Perspektivwechsel nach etwas über einer halben Stunde, sehr gut gefallen. Dieser Perspektivwechsel zeigt, wie leicht es ist, eine Situation völlig falsch zu bewerten, wenn wir nur einem Menschen begegnen, der es versteht, seinen Mitmenschen etwas glauben machen zu wollen. Zwischen Realität und Schein liegt oft ein so schmaler Grat, ein Grat, den wir nicht erkennen oder nicht erkennen wollen, den wir gnadenlos verfehlen.

Andere Stimmen: „Kühl konstruierter und brillant inszenierter Thriller, der anhand der Psychose seiner Protagonistin die Frage nach der Relativität von Wahrnehmung und dem Illusionscharakter von romantischer Liebe aufwirft.“ via Film-Dienst

4,5 von 5,0 Punkten für einen Film, der Audrey Tautous andere Seite zeigt und völlig verstört

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2 Kommentare

  1. Ohja, der Film ist toll =) und verstörend. Hab ihn leider nur einmal auf Französisch mit der Schule gesehen (glaub es gab aber Untertitel), da war das Verstehen des Handlungsstrangs etwas schwerer. Trotzdem hat mir der Film sehr gut gefallen, und das will schon etwas heißen ;). Audrey Tatou spielt meisterhaft, die ganze Stimmung des Film reißt den Zuschauer mit.
    Also für alle, die ihn noch nicht gesehen haben: unbedingt anschauen! =)

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