Was man schreibt, wenn man nicht schläft.

Gerade in schierer Schreibwut aus meinem Kopf herausgequollen. Keine Ahnung, ob es gelungen ist, aber es wollte raus und ich habe Lust, die Geschichte weiterzuspinnen. Und über „gelungen“ oder nicht kann man sich ja sowieso immer streiten. Für Rechtschreibfehler hafte ich nicht. Es ist schon spät und ich habe den Text nicht mehr wirklich Korrektur gelesen.

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Montag, 19. Oktober 2009, am frühen Nachmittag vor der Tür der Schulpsychologin

Jeden Montag beweist mir der Tag aufs Neue, warum er so einen schlechten Ruf hat. An Montagen wird man von Bussen überrollt, kann sich von seinem Französischlehrer anhören, dass man so das Jahr ganz bestimmt nicht bestehen wird („Aber mais non, Kindchen!“) und sieht der eigenen Familie dabei zu, wie sie auseinander bricht, als handele es sich um eine Tafel Schokolade nach einem Wurf aus dem vierten Stock. Ich würde behaupten, dass selbst meine Fingernägel am Häufigsten an einem Montag abbrechen, auch wenn ich das nicht beweisen kann. Obwohl meine Fingernägel im Moment wirklich mein kleinstes Problem sind, da

a) meine Mutter auf der Couch sitzt, ihren Körper, ich glaube man nennt es hospitalisiert, vor und zurück schaukelt und stumm „Warum?!“ mit den Lippen formt.

b) mein Vater noch vor dem Frühstück türenknallend und laut schreiend („DU BESCHÄFTIGST DICH JA NUR MIT DEM RETTEN VON WALEN, ABER DAS IST NICHT DAS LEBEN, MALIN! DAS LEBEN IST HIER, IN DIESEM HAUS, AUF DER STRAßE, NICHT IM FERNEN OZEAN! UND MEIN LEBEN GEHÖRT JETZT EBEN ANNA!“) ausgezogen ist und dies wohl auch endgültig. (Ich habe nachgesehen: Sein Pass ist nicht mehr im Safe, der Kalender auf seinem Schreibtisch ist verschwunden und selbst den bescheuerten ausgestopften Hund auf dem Kaminsims hat er mitgenommen, vor dem Mum und ich uns immer gefürchtet haben.)

c) mein Französischlehrer mir heute tatsächlich mitgeteilt hat, dass ich so ganz bestimmt nicht das Schuljahr bestehen werde. Glaube ich ja auch nicht, aber wofür muss man heute noch Französisch können, wo doch die ganze Welt Englisch spricht und es sowieso niemanden interessiert, was die Franzosen zu sagen haben? (Außer „Möchten Sie auf einen Frosch zum Mittagessen oder lieber die Schnecken?“ kann das ja eigentlich auch nicht viel sein.) Und er hat tatsächlich „Aber mais non, Kindchen“ gesagt und ich wäre am Liebsten schreiend weggelaufen.

d) meine ehemalige beste Freundin jetzt zu den Cheerleadern übergelaufen zu sein scheint. Die, die mir seit drei Jahren hinterher rufen, ich habe eine Hackfresse, obwohl sie ständig der ganzen Welt ihre Cellulitebeine in diesen kurzen Röckchen zeigen, von denen auch die Pompoms nur wenig ablenken können.

e) ich glaube, die Katze bekommt Junge. Aber das erzähle ich meiner Mutter lieber nicht. Sie reagiert im Moment ziemlich empfindlich auf Fortpflanzung, da mein Vater seine Agentin geschwängert zu haben scheint.

Einzig und allein die Sache mit dem Bus blieb mir erspart, was ich irgendwie bedauere. Hätte mich der Bus heute erfasst, hätte mein Horoskop wenigstens nicht gestimmt:

„Am heutigen Tag warten kleinere Unannehmlichkeiten auf Sie, aus denen Sie persönlich aber unbeschadet herauskommen werden.“

Obwohl, wenn ich genauer darüber nachdenke, dann haben diese gelangweilten Journalisten, die sich fünf Minuten vor Abgabeschluss irgendeinen Müll für Skorpion, Krebs, Waage und den Rest der Irren überlegen, doch gelogen: Als kleine Unannehmlichkeiten geht dieser Tornado von Lebensproblematik nämlich längst nicht mehr durch.

(Erwähnte ich eigentlich schon, dass ich einen Termin bei der Schulpsychologin habe, weil den Lehrern vermehrt aufgefallen zu sein scheint, dass ich mich schlecht in die Gemeinschaft integriere? HIMMEL! WIE SOLL MAN SICH DENN BEI SO EINEM LEBEN INTEGRIEREN?)

Ich muss Schluss machen. Die Psychorettungstussi hat mich gerade aufgerufen und ich habe erhöhte Fluchtgedanken. („Carla, Sie können jetzt zu mir hereinkommen, schließen Sie bitte die Tür hinter sich.“)

Immer noch Montag, zwei Stunden später im Bus auf dem Nachhauseweg

Okay. Ich scheine jetzt ein Jahresabo für diese verständnisvolle Psychorettungstussi zu haben. Dabei habe ich nirgendwo unterschrieben und auch bei keinem Preisausschreiben mitgemacht.

Nachdem sie das gelesen hatte, was ich vor unserem Treffen in unordentlicher Handschrift auf einen zerknitterten Notizzettel gekritzelt hatte, auf dessen Rückseite einige, ganz bestimmt falsche, Französischübungen standen, zog sie ganz leicht die rechte Augenbraue hoch und musterte mich. Vermutlich war sie sich dessen selbst nicht bewusst, aber sie sollte sich im Klaren darüber sein, dass ihre Patienten so sofort wissen, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, wenn sie nicht dringend eine Brille brauchen. (Und wer einen Dachschaden hat und eine Brille braucht, sollte lieber die Buszeiten genauer studieren, um einen Ausflug unter diesen minutiös vorzubereiten.)

„Carla, ich glaube, Sie sollten einige Sitzungen bei mir wahrnehmen“, sagte sie in ihrer Sing-Sang-Stimme und lächelte mich gütig an. Menschen die gütig lächeln rufen bei mir einen Obacht-Instinkt vor. Gefahrenstufe 1.

Der einzige Gedanke, den ich fassen konnte, war: Okay, es muss ernst um mich stehen.

Was natürlich Quatsch ist, da ich eigentlich ziemlich vernünftig und bodenständig bin. Ich mache meine Hausaufgaben, außer in Französisch, ich füttere die Katze, außer wenn sie draußen herumstreunt, um sich schwängern zu lassen, ich höre auf meine Mutter, außer wenn sie ihren Körper wie traumatisiert vor und zurück bewegt (Frau M., meine Jetzt-sowas-wie-Seelenklempnerin bestätigte übrigens, dass sich so etwas hospitalisiert nennt) und ich habe Respekt vor meinem Vater, außer er schwängert seine Assistentin, was letztlich wohl in einem Atemzug mit dem Schicksal der Katze genannt werden könnte. Frau M. scheint es aber nicht darauf anzukommen was ich tue, wenn alles in Ordnung ist, sondern wie ich mich verhalte, wenn alles den Bach heruntergeht. Sie sagt, sie sähe „Tendenzen zum Selbstmord oder zur Gewalt an anderen“, was natürlich völliger Quatsch ist. Ich hätte vielleicht das mit dem Bus nicht erwähnen sollen und lieber auch nicht „Psychorettungstussi“ geschrieben, da das ja immerhin die Frau ist, für die ich diesen „kurzen Aufsatz über meine Gefühle“ schrieb.

„Frau M., ich glaube nicht, dass ich hier sein sollte. Sie sollten sich lieber um die Kids kümmern, die den ganzen Tag im Keller sitzen und World of Warcraft spielen. Sie wissen schon. Die echten Freaks.“ Ich beugte mich verschwörerisch zu ihr vor. „Ich könnte Ihnen sogar ein paar Namen liefern, wenn Sie dafür ein gutes Zeugnis über mein Seelenleben und die Bescheinigung, dass ich sehr wohl dazu fähig bin, mich in Gruppen zu integrieren, an meinen Stufenleiter weiterleiten könnten.“ Vermutlich hatte ich einfach zu viele Mafiafilme gesehen, in denen solche Arten von Bestechung wirklich immer funktionierten. Hier, in Deutschland, im Büro der Schulpsychologin Frau Ottilia M., fand ich damit jedenfalls ziemlich wenig Anklang.

„Carla, Sie scheinen ja schon riesige Angst davor zu haben, sich in eine Gruppe von zwei Personen zu integrieren, obgleich man da noch nicht einmal von einer Gruppe sprechen kann.“

„Wen meinen Sie?“ Ich war verwirrt.

„Uns beide“, sagte sie seufzend. „Sie fürchten sich davor, einer Person, die der Schweigepflicht unterliegt, von ihren wahren Gefühlen zu berichten, obwohl das für Sie enorm wichtig ist. Nur so können Sie verhindern, als emotionaler Krüppel in die Berufswelt zu starten. Nur so können Sie lernen, dass es kein Fehler ist, Teil einer Gruppe zu sein.“

„Ich … ich habe keine Angst, mich in Gruppen zu integrieren! Wenn ich wollte, dann könnte ich zu jeder Gruppe gehören. Okay, vielleicht nicht zu den Cheerleadern, weil ich meine Cellulite nicht gerne zeige. Und vielleicht auch nicht zu den Mathegenies, da ich da nur durchschnittlich bin. Und Computerfreak bin ich auch nicht. Aber ansonsten könnte ich zu allen gehören!“ Trotzig verschränkte ich die Arme vor der Brust und fühlte mich plötzlich sehr pubertär. Und die Pubertät glaubte ich eigentlich längst hinter mir.

„Also können Sie bis morgen Mittag zu den Sportskanonen gehören? Zu den Theaterleuten? Zu den Naturwissenschaftlern? Zu den Sonderbaren?“

Mir wurde bewusst, dass ich das unmöglich konnte. Bei den Bundesjugendspielen warf ich den Ball gerade einmal 15 Meter weit, beim Theaterspiel war ich eine totale Niete, trotz berühmten Vaters, und letzten Sommer hatte ich im Chemielabor dafür gesorgt, dass dieses geräumt werden musste und erst nach drei Tagen des Durchlüftens und einer professionellen Reinigung wieder begehbar war. Blieben wohl nur noch die Freaks übrig. Zu den Freaks hätte ich wohl noch am Ehesten gehören können. Weil auch ich zu viel las und mich in fremde Welten träumte, weil auch ich nicht ganz der Norm entsprach. ABER IMMERHIN KAM ICH NICHT MIT EINEM JUTEBEUTEL ALS SCHULTASCHE IN DIE SCHULE!!!

Frau M. sah, dass ich dabei war zu resignieren. Ich seufzte. „Wann soll ich das nächste Mal da sein?“

Sie warf einen kurzen Blick in ihren Terminkalender und als sie nach unten schaute glaubte ich ein gewinnendes Lächeln erkennen zu können. „Wir sehen uns dann nächsten Mittwoch um 14 Uhr 30, Carla.“ Als sie aufstand um mich zur Tür zu bringen, gab sie mir meinen Aufsatz zurück. Und ein pinkes (!) Tagebuch, in das ich in meiner wenig mädchenhaften Handschrift diesen Text gekritzelt habe. „Es hilft oft, die eigenen Gedanken niederzuschreiben. So können Sie auch alles vorsortieren und können vor jedem Termin bei mir noch einmal Ihre Gefühle der letzten Tage durchgehen.“

Fakt ist also: Weil meine Lehrer finden, ich könne mich nur schlecht in Gruppen integrieren, und weil ich einen furchtbaren Gedankenaufsatz für die erste Sitzung bei der Schulpsychologin, die eigentlich auch die letzte sein sollte, schrieb, der nur so schlecht war, weil er an einem Montagmorgen kurz nach dem Aufstehen entstanden war, an einem Montagmorgen, der in die Geschichte der großen Super-GAU-Tage meines Lebens locker auf den ersten drei Rängen rangierte, war ich jetzt offiziell verrückt und in Therapie.

Carla Beckmann hat sie also nicht mehr alle. Jippie.

Immer noch Montag, sehr spät

Ich bin ziemlich ratlos, was ich in der Mum-Sache tun soll. Sie sitzt immer noch auf der Couch und spricht kein Wort. Mittlerweile bewegt sie den Körper nicht mehr vor und zurück, sondern zittert, als wäre sie in einem Kühlhaus eingesperrt. Und dabei habe ich schon die Heizung hochgedreht, ihr eine Decke um die Schultern gelegt und Früchtetee gekocht, den dann aber nicht sie getrunken hat, sondern ich. In der Hoffnung, viel zu süßer Tee könnte irgendwas von diesem völlig beschissenen Tag retten. (Ich meine: Die Bilanz ist, dass meine Eltern sich getrennt haben, ich in Therapie bin und mein Leben einem pinken Tagebuch anvertraue, das mir auf meine sonderbaren Ergüsse nicht einmal Antworten kann. Wie tief kann man sinken?“)

Dienstag, 20. Oktober, im Wohnzimmer, sehr früh(!!!)

Es ist vier Uhr und meine Mutter heult, als würde sie es bezahlt bekommen. Ich habe Angst, dass sich gleich die Nachbarn beschweren, so laut ist sie. Sie hat mich vor zwei Stunden aus dem Schlaf gerissen, nachdem ich gerade mit dem schlechten Gewissen eingeschlafen war, sie einfach im Wohnzimmer sitzen gelassen zu haben. (Aber sie reagierte einfach nicht auf meine „„Mum? Mum? Willst du nicht endlich ins Bett gehen? Mum?“s.) Jetzt sitze ich neben ihr auf der Couch, reiche Papiertaschentücher nach links, immer dann, wenn das alte auf den Berg vor unseren Füßen gesegelt ist, und frage mich ernsthaft, wer von uns beiden die Therapie eigentlich nötiger hat.

Immer noch Dienstag, in Französisch

Da mein Lehrer gerade in Sprachwelten entführt, in die ich nicht folgen kann, das Neuste aus dem Irrenhaus: Meine Mutter habe ich ins Bett gebracht, bevor ich in die Schule gegangen bin. Die spitzen Gegenstände in der Reichweite habe ich im Safe eingeschlossen und zur Sicherheit das Geheimwort geändert. (Es lautet jetzt TotalGaga, was die Lage irgendwie ziemlich gut trifft, nicht wahr?) Kurz war ich versucht meine Oma oder Mums Schwester anzurufen, aber meine Oma treibt mich durch ihre bloße Anwesenheit schier in den Wahnsinn, also wollte ich sie lieber nicht aus ihrem Ruhesitz an der Nordsee herbestellen (es reicht, wenn sie an Weihnachten erfährt, dass mein Vater ihre Tochter für eine jüngere Agentin verlassen hat und dass ich, das missratene Kind, in Therapie bin, was sie, bei genauerem Überlegen, aber eigentlich freuen könnte – „Vielleicht können die dich da ja noch geradebiegen!“). Und Mums Schwester hat einen Bauernhof in Bayern. Ihre Probleme drehen sich primär darum, ob Kuh Zenzi auch genug Milch gibt und ob ihre fünf identisch aussehenden Söhne unter 10 Jahren auch den richtigen Weg einschlagen werden. Wenn ich mich recht erinnere, heißen sie Josef, Alfred, Paul, Karl und Fritz und ich glaube nicht, dass ihnen diese Namen jemals dabei behilflich sein werden, „den richtigen Weg“ einzuschlagen. Außer den Holzweg.

Mist, Herr Gerard hat mich gerade gebeten, „faire“ in allen Zeiten zu konjugieren und ich hatte mal wieder keine Ahnung. Sein Blick muss genauso resigniert wie meiner gewesen sein. „Non, c’est faut, Madame Carla“, hat er immer wieder gesagt und sich vermutlich gewünscht, ich wäre nach dem nächsten Blinzeln ganz einfach Carla Bruni. Gott bewahre, dann müsste ich ja mit Nicholas Sarkozy schlafen!

Auch weiterhin Dienstag, nach der Schule im Bus

Unsere Nachbarin hat mich gerade auf dem Handy angerufen. Ich habe keine Ahnung, woher sie meine Nummer hat, aber ich glaube, sie arbeitet für einen großen Telefonkonzern, der schon mal durch unsachgemäßen Umgang mit Kundendaten aufgefallen ist. Aber ich will der Guten ja nichts unterstellen. Jedenfalls hat sie mir mitgeteilt, dass meine Mutter seit zwei Stunden im Garten herumwüten würde, obwohl es regnet, und sie nicht auf ihre zaghaften Versuche reagieren würde, sie dazu zu bewegen, ins Haus zu gehen und von den Buchsbäumen abzulassen. „Carla, kannst du dir das vorstellen? Deine Mutter schneidet Löcher in die schönen Buchsbäume!“ Konnte ich mir sehr gut, da mein Vater diese Buchsbäume liebte. Zu blöd, dass ich vergessen hatte, auch die Scheren aus dem Schuppen wegzuschließen. Obwohl es mir um die Buchsbäume meines Vaters bei genauerem Überlegen nicht sonderlich leid tat.

Die letzten fünf Minuten der Busfahrt werde ich jetzt ganz einfach tief durchatmen. Und daran denken, dass sie meine Mutter ist und dass sie alles Recht dieser Welt hat, nach so einer Trennung aus der Bahn geworfen zu sein. Aber, Himmel, gerade weil sie meine Mutter ist, hat sie doch irgendwie die Pflicht, sich erwachsen und verantwortungsvoll zu benehmen, oder?

(Bild via tumblr)

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6 Kommentare

  1. Sehr schöner Stil, Ironischer Unterton, nicht zu langatmig. Bedient allerdings zuviele der gängigen Klischees in zu kurzer Zeit.
    Aber für nen kurz-vor-dem-einschlafen entwurf wirklich nicht schlecht!

  2. Himmel, erschreck mich doch nicht so. Ich war ja eine Woche im Urlaub und habe einfach nur diesen Text gelesen ohne den Hintergrund zu kennen und dachte, dass das eine wahre Geschichte über deine momentane familiäre Situation ist. Ich bin immer noch völlig verstört. Gut, dass ich die Kommentare noch gelesen habe, sonst hättest du gleiche eine Beileid-Mail von mir bekommen.

    Aber ich finde die Geschichte gut, allerdings habe ich mich durchgehend gefragt, warum die Tochter nicht mitleidet. Die Klischees sind schon da, aber so schlecht finde ich das nicht, erstens, wie du sagtst, dass sie einem weiterhelfen (ich mache das auch öfter) und zweitens, weil es oft wirklich so ist. Bei unseren Nachbarn war es das gleiche, ungefähr die gleiche Geschichte.

    Liebe Grüße

  3. Bei so langen Texten vergeht mir normalerweise schnell die Lust. Erst wollte ich auch nur den ersten Abschnitt lesen, aber dann konnte ich nicht mehr aufhören und habs bis ans Ende geschafft.

    Ich bin sehr begeistert von deinem Stil und musste manchmal ehrlich grinsen.

    Das mit den Klischees stimmt vielleicht schon, aber es ist eigentlich schon so, dass man immer von jemandem lesen will in dem man sich ein Stück weit wieder findet, der aber doch sehr besonders/außergewöhnlich ist. Keiner will sein eigenes langweilges Leben lesen. Das kenn ich zumindest zur Genüge.

    Mir ist aufgefallen, dass du mehrmals die Floskel “zu sein scheint” verwendet hast. Aber sonst ist deine Sprache sehr erfrischend abwechslungsreich.

    Die Zenzi-Kuh erinnert mich so spontan an eine Folge von Bibi Blocksberg

    Beste Grüße
    Stina

  4. Bitte schreib‘ das weiter.
    Ich habe es gern gelesen. Vielleicht, weil meine Welt auch nicht eines gewissen Wahnsinnes entbehrt.
    Du hast eine schöne, facettenreiche Sprache und drückst Dich gut aus.

    Und zur abschließenden Frage der Protagonistin: nein, hat sie nicht. Es gibt Ereignisse, die sind größer als man selbst, weil sie das Fundament (be)treffen. Bei solcherlei bleibt man nur ruhig, wenn man bereits tot ist. Natürlich ist es verstörend, die traumatisierte Mutter zu erleben, natürlich ist es belastend, sich um sie Sorgen zu machen und sich um sie zu sorgen. Dennoch ist es gut und richtig, dass sie sehen kann, dass einem auch ein Zusammenbruch geschehen kann. Auch, wenn man zuvor stark war. (Wobei darüber in Deinem Text keine Aussage getroffen wird. Man lernt die Mutter ja nicht vor dem Ereignis kennen.

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